Auf der Müllhalde

Ich helf dir doch gerne, sagt mein bester Freund.

Wir haben meinen Keller ausgeräumt. Unter den Regalen haben wir gewaltige Wollmäuse hervorgekehrt und gemeinsam mit Kellerasselleichen im Beutel des Staubsaugers begraben. Wir haben die Spreu vom Weizen getrennt. Was ausgedient hat, haben wir in das Auto meines besten Freundes gepackt. Wir sind auf die Müllhalde gefahren, haben 12 Euro bezahlt und alles in zimmergroße Container geworfen: Holzbretter, kaputte Elektroteile, zerbrochene Blumenkübel, Bilderrahmen, Bettzeug, verbeulte Gießkannen, vergammelte Pflanzen, kistenweise Kleinscheiß.

Im Glascontainer, hochoben auf einem Gebirge von Scherbenbruch, schwebte eine wunderschöne Schale vom Durchmesser eines Unterarms. Ich hob sie heraus wie ein Geschenk.

Wir haben Kaffee getrunken und von der verlorenen Liebe gesprochen.