Leben (und das Semikolon)

… kobaltblauer Himmel; ein Telefongespräch mit Nachhall; Wochenende im Anmarsch; Termine, die abgesagt werden müssen; Termine, die eingehalten werden müssen; ein Anwaltsschreiben, das sich nicht von alleine öffnet und liest; eine liebenswürdige Briefkarte aus Eisenach; feige Grüße in einer feigen E-Mail; Pm’s SMS; Monis SMS; Pm’s SMS; Konferenzen ohne Ende; persönliche Erfolgsmeldungen von L und T, das wämt das Mutterherz; wenig Mut zu Neuem; mein Urteilsvermögen, meine Fähigkeit „richtig“ zu fühlen, immer noch bruchstückhaft; der Himmel immer noch kobaltblau; Augenblicke so intensiv, dass es wehtut; Lebensmittel- und Getränkeeinkäufe auf dem Fahrrad durch Sturzregen und Riesenpfützen; nächtliche Heimfahrten auf dem Fahrrad durch die leere Wilhelmstraße; das Herz schlägt aber noch und der Kopf tut auch noch ziemlich weh und das alles ist wohl das Leben.