Lichtgrenze – Wort des Jahres 2014

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat entschieden: Lichtgrenze ist das Wort des Jahres 2014.

Es bezieht sich auf die Berliner Lichtinstallation, die zum 9. November an den Mauerfall vor 25 Jahren erinnerte. Über 8000 leuchtende Ballons verliefen entlang der ehemaligen Grenze, die Berlin 40 Jahre lang in Ost und West geteilt hat.

Für drei Tage zeichneten die Lichtballons den Verlauf der Mauer nach, dann schwebten sie in den Himmel davon. Die Wand aus Licht entschwand, so wie 25 Jahre zuvor am 9. November 1989 die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin zu verschwinden begann. Die Installation des Künstlers Christopher Bauder verzauberte Hunderttausende in Freude vereinter Zuschauer.

Die Top Ten im Überblick:

â– Lichtgrenze
â– schwarze Null (Ausdruck für die Bemühungen der Bundesregierung um einen ausgeglichenen Haushalt)
â– Götzseidank (Erinnerung an das WM-Siegtor von Mario Götze)
â– Russlandversteher
â– bahnsinnig (Kommentar zum Streik der dt. Lokführer)
â– Willkommenskultur
â– Social Freezing
â– Terror-Tourismus
â– Freistoßspray
â– Generation Kopf unten (Beschreibung einer Generation, die den Blick permanent auf das Smartphone senkt)

Das Gewinnerwort wurde aus mehr als 2300 Vorschlägen ausgewählt.

Die Sprachexperten der Gesellschaft für dt. Sprache in Wiesbaden wählen jedes Jahr ein Wort, das aus ihrer Sicht das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet hat. Lauft GfdS stehen nicht die Häufigkeit, sondern die Signifikanz bei der Wahl im Vordergrund.

Spiegel-online vom 12.12.2014