Vom Essen und Trinken

In der Kelter mit I. und G. versackt. Zu viele Prosecco und „Swimmingpool“ getrunken. Heute Übelkeit und Kopfschmerzen. PM findet, die Kelter sei schon so was wie sein zweites zu Hause.

Am Donnerstag Abend war ich dort mit T. und S. essen, aber die beiden fanden einfach nichts auf der Speisekarte. Das „Scherzelstück von der Kalbsschulter 24 Stunden auf Niedrigtemperatur gegart in mediterranen Aromen mit Gerstengraupenrisotto und weißem Speckschaum“ war ihnen ebenso suspekt wie das „Rosa gebratene Striploinsteak vom Dry Aged Beef mit Rotwein-Pfefferzwiebeln, gerösteten Artischocken und gefüllter Maispolenta“. Gerne hätte T. Ente genommen, aber keine „Entenbrust mit Honig und Koriander mit Walnuss-Wirsinggemüse, knusprigem Kartoffel-Pfifferlingstrudel und reduziertem Blutorangensaft“.

Vor allem beim reduzierten Blutorangensaft flippte er aus. Er wolle ein EHRLICHES ESSEN, keinen solchen Schnickschnack. Er nahm schließlich einen Flammkuchen, von dem er nicht satt wurde, und S., die Vegetarierin ist, bestellte nach langem Nachdenken eine „Sous-Vide gegarte Aubergine mit Honigzwiebeln, Tomaten, getrockneten Aprikosen und Fetakäse überbacken, auf Petersilien-Bulgur und Sesamjogurt“.

Um T. doch noch satt zu kriegen, orderten wir drei Nachtische, die wir alle ihm hinschoben. Es war ein schöner Abend, wir haben uns viel zu sagen, wir tagten bis kurz vor Mitternacht.