Adorno und Friedrich werden keine Freunde mehr

Friedrich aus Bremen ist da und arbeitet nach einem vorher erstellten Zeitplan alle seine Tübinger FreundInnen ab. Ich bin die um 11.30 Uhr. Treffpunkt: Padeffke.

Friedrich will Windbeutel haben. Oder ein Sahne-Eclair. Gibts beides nicht, hitzebedingt (34 Grad). Er überlegt ziemlich lange, was er dann nehmen soll. Entscheidet sich für Käutertee, bittet mich ihn daran zu erinnern, dass er nachher vier Vanillezungen mitnimmt. Die sind nämlich fast genauso gut. Oder sechs? Nein, sechs sind zuviel, vier!

Friedrich: „Also, eins weiß ich. Ich hab ja nur wenig veröffentlicht. Aber. So ’n Scheiß, wie Adorno geschrieben hat, habe ich nicht geschrieben. (Trinkt einen Schluck Tee.) Und darüber bin ich sehr, sehr glücklich. (Trinkt noch einen Schluck Tee.) Immer noch gibt es eine Adorno-Forschungsstelle. In Oldenburg. Es gibt Idioten, die denken immer noch, dass der wunders was rausgelassen hat. Ich habe fast alles von dem gelesen. Pfff, Kritische Theorie. Völlig überschätzt, der Kerl!“