Von Neid und Stutenbissigkeit

Wieder in B.N., Samstag Morgen

Manchmal stell ich meine Blogposts auch beim Freitag ein. Dann freue ich mich über die Kommentare, die in der Regel Denkanregungen, Links für weitere Recherchen, manchmal auch kritische Stellungnahmen sind. Eben ein lebendiger Austausch …

Neu in dem Zusammenhang ist für mich diese Art von Kommentar, der mich heute Morgen als E-Mail erreicht und der, gääähn!, die gesamte Palette des altbekannten, männlichen Vorurteilsvokabulars enthält statt intellektueller Auseinandersetzung.

Soviel vorweg: Es bleibt dabei. Ronja von Rönne ist inhaltlich leider Bullshit. Und zwar so sehr, dass es schmerzt! Sonst noch Fragen?

Nachrichtentext:
Liebe Frau Vieregge,
Habe gerade Ihren Artikel zu RvR’s Artikel im Freitag gelesen. Woher kommt eigentlich dieser Hass und diese Stutenbissigkeit, die RvR von allen – vor allem aber WEIBLICHER – Seite entgegenschlägt? (Vom verbiesterten Hr. Kemper mit seinen ProletariatsmInderwertigkeitskomplexen mal abgesehen!) Ist es nur der blanke Neid, dass da jemand in kurzer Zeit etwas schafft, was man selber nicht auf die Reihe bekommt?
RvR ist hat mit ihrem erfrischend unkonventionellen Schreibstil das deutsche Feuilleton regelrecht aufgemischt und aus der verstaubten Gähn-Ecke herausgeholt! Neidisch??
Zudem: Wenn man vom Vorsitzendem der Jury des Bachmann-Preises nominiert wird, dann sagt das schon ein bisschen was aus über Talent und Qualität! Sind S I E schon mal fur den Bachmann-Preis nominiert worden? Haben SIE schon mal – wie RvR mit nur 23 Jahren – für eine RICHTIGE Zeitung Artikel geschreiben, die auf der Titelseite erschienen sind! Hat IHNEN der SPIEGEL schon einmal eine zweiseitige Story gewidmet?
Bei allem Respekt| Bevor Sie da nicht wenigstens auf Augenhöhe sind, würde ich an Ihrer Stelle erst mal den Mund halten und mich darauf konzentrieren SELBST etwas zu produzieren, das zumindest annähernd mit RvR Artikeln mithalten kann!
Sie wissen doch: Mitleid bekommt man geschenkt, aber NEID (wie er IHNEN aus jeder Pore quillt), den muss man sich hart erarbeiten..!
In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf IHREN ersten Artikel auf der Titelseite einer renommierten Zeitung!
Mit freundlichen Grüßen
T. Christ…