Sonntagsstille

I. und G. und Dorle also gestern Abend zum Essen da (s. Blogpost 21.01.16).

PM kocht sein bewährtes Fischgericht, das ihm so leicht keiner nachmacht. Alle Zutaten – den Fisch, die Champignons, Baguette, Sekt und Weißwein – hat er aus B.N. mitgebracht. Eine kleine Vorspeise, Eis, Maronensahne und heiße Beeren zum Nachtisch, ja, ein schöner Abend, trotz der Traurigkeit wegen G.’s Krankheit. Er macht kein Geheimnis aus seinem Zustand. Er macht es uns leicht darüber zu sprechen. Er ist zart und zerbrechlich geworden, und wenn er lacht, könnte man heulen. Er erzählt von seiner Immuntherapie. Er kennt Fälle, wo sie angeschlagen hat. Er isst und trinkt gut und fühlt sich wohl. Er sagt: Gerne wieder.

I. hat ein wunderschönes, ganz buntes Minikleid an, sie sagt, sie habe es mir zu Ehren angezogen, aber ich glaube, wir alle geben G. zu Ehren unser Bestes.

Einmal wird es zu schwer, da zeige ich ihnen meine Geburtstagsgeschenke (von PM): Worte des Vorsitzenden Gregor Gysi (eine Art Mao-Bibel, nur von Gysi), Ein Araber und ein Deutscher müssen reden von Hamed Abdel-Samad, Wer ist wir von Kermani, Luther-Spurensuche von H. Ellrich und von Heiner Geißler Was müsste Luther heute sagen …, soweit die Bücher. Dann: Zwei Konzerttickets für David Gilmour/Pink-Floyd im Sommer!!! Und auf dem Tisch steht ein wagenradgroßer, roséfarbener Rosenstrauß, der perfekt dahin passt.

PM ist heute, nach einem späten Frühstück, wieder gefahren. Danach aufgeräumt, mit Steve rumgequatscht und Reste gegessen, Zeitungen gelesen, mit Friedrich telefoniert, gearbeitet. In der Sonntagsstille meiner Wohnung.