Leben und Planen

Sonniges, ruhiges WE in B.N. im Garten, im Pool, beim Italiener in der Abenddämmerung. Viel gequatscht, gelesen, gearbeitet.

Die Planung der Sommerferien steht: Paar Tage Berlin (1. Interview, 2. Kennenlernen einer bislang noch unbekannten Cousine, die mich nach meinen BlogBeitrag über Wolfgang Kaskeline – ihr Großvater und mein Großonkel – sozusagen aus dem Nichts kontaktiert hat.) Dann zwei Wochen mit PM durch Italien; besonders auf Assisi, Perugia und Mailand freue ich mich, möchte da schon so lange hin … PM war eigentlich für Griechenland, hat sich aber spontan umentschieden und ist d’accord.

Und irgendwann auch noch nach Kiel zu Jerome und Beret, endlich mal wieder.

Auf meine Cousine und evtl. ihre Familie bin ich tatsächlich megamäßig neugierig. Ein neuer Zweig der Familie … Alle scheints ziemlich durchgeknallt, Künstler, unangepasst. Wurschtig, liebenswürdig. Das Gegenteil meiner Herkunftsfamilie. Zu ihr seit drei Jahren immer weniger Kontakt, fast gar nicht mehr. Geht nicht mehr. Sehe jetzt so viel, was immer schwierig war, und nun die Gründe, den Schlüssel dafür so deutlich, gedeutet, so klar. Keine Schuldgefühle mehr, kaum Verpflichtung. Die bisher alles und alle zusammengehalten haben, oder eher: im Griff gehalten haben. (Weltmeister im Schuldzuweisen. Weltmeister im Ausspielen. Weltmeister im Ignorieren. Anzuerkennen, ein Teil dieses Systems zu sein … Kränkungen zu sehen, die immer nur schnellschnell beiseite geschoben wurden … )

Und das wars? Erkenntnisse bringen Freiheit. Du bist vielleicht – erstmal – allein. Frei für neue Bindungen oder frei, alte Bindungen neu zu definieren. Lauter unbeschriebene Blätter.