Samstag, Premiere

Das  Stück Party mit totem Neger (Zimmertheater Tübingen) hält leider nicht, was der reichlich reißerische Titel verspricht. Das Schlimmste, was im Theater, noch dazu auf einer Premiere, passieren kann: Der Zuschauer langweilt sich. Und hat den Gedanken: Genau so ein Stück habe ich schon drei oder vier Mal gesehen. Oder denkt: Ah ja, Kapitalismuskritik – gähn. Oder: Bei so viel Geschrei und Fotze-Ficken-Geschwurbel nichts als heiße Luft.

Schade um die wirklich guten Schauspieler. Anschließend, beim Nachspülen im Ludwigs, haben wir das Stück schon komplett vergessen. Und das ist ja nun ein ganz schlechtes Zeichen.