Tote Zeugin Nummer 6

Ich glaub’s nicht – schon wieder eine tote Zeugin im NSU-Prozess.

Der Vorsitzende des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses, Wolfgang Drexler (SPD), will nun Informationen. Ah ja! Solche wie bei den ersten vier oder fünf Zeugen, die auf rätselhafte Weise und ohne jede Vorerkrankung „starben“?

Es dreht sich ja auch bloß um rechts-kontaminierte Personen, da mag das vielleicht nicht so schlimm sein…

Auch die neue Zeugin ist eine ehemalige Rechtsextremistin, genauer: Sie war es vor 27 Jahren! Darüber hinaus soll sie eine Freundin des NSU-Mitglieds Beate Zschäpe sein. Sie lebte in einem Pflegeheim. Was ihr nun aber auch nichts genützt hat. Ob der Zschäpe das Gefängnis nützt? Da darf man gespannt sein…

Die Tote sollte als Zeugin geladen werden. Drexler: „Das wäre für uns eine interessante Zeugin gewesen.“ So was Dummes aber auch: Ihre Leiche ist schon verbannt worden. So, wie der Wohnwagen der beiden Uwes auch dummerweise verbrannte. Und das Auto von Florian Heilig und er selber auch. Ach ja: Selbstmord war das. Selbstmörder verbrennen sich ja bekanntlich ziemlich oft in ihrem Auto oder in ihrem Wohnwagen.

Von Florian Heiligs – natürlich toter – Freundin gar nicht zu reden. Die hatte im zarten Alter von 21 Jahren eine Lungenembolie. Ganz plötzlich. Soviel zur offiziellen Version unserer Justizbehörden! Ein Jahr nach ihr „starb“ übrigens auch ihr Verlobter. Logo: Suizid. Interessiert das noch jemanden?

 Dieses Zeugensterben spricht von einer atemberaubenden Hemmungslosigkeit. Scheint ja auch zu funktionieren … Die/der wievielte ist das nun? Hab irgendwann aufgehört mitzuzählen, aber ich glaube, es ist die sechste.