Das ist alles nicht ganz einfach einzuordnen …

oder: Wenn die taz der Kirche den Weg heimleuchtet. Harald Martenstein am 21.06. in der WELT: »Der deutsche Fußball-Nationalspieler Felix Nmecha ist Christ, sein Glaube bedeutet ihm viel, und er zeigt es. Die zentrale Botschaft dieses Glaubens heißt Nächstenliebe: Liebe sogar deine Feinde. Deine Gegner im Sport natürlich erst recht. Deshalb versammelten sich Nmecha, sein Mitspieler Jonathan Tah und einige Gegenspieler aus Curacao nach dem Abpfiff des WM-Vorrundenspiels auf dem Platz, bildeten einen Kreis und beteten gemeinsam. Die linke „taz“ titelte zu Felix Nmecha: „Fußballprofi mit Christusfimmel: Platzverweis für Jesus!“ Nmecha, Sohn eines Nigerianers, habe ein „finsteres Menschenbild“. Diese Finsternis

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Sonntag. Die Hitze nutzen … man kriecht eher als dass man läuft, liegt rum, sucht Schatten und ein Windhäuchlein, was beides kaum hilft, schläft … Als chronisch den Schlaf Unterschätzende komme ich plötzlich auf eine normale Schlafdosis von 7 Stunden. Morgens ist es noch einigermaßen frisch, doch am Mittag soll die Luft wieder bei 40 Grad flimmern. Heute werde ich anfangen, die Texte meiner JungautorInnen einzugeben. Das neue Buch muss raus, einen Titel gibt es schon (nein, nicht Junge Texte aus Eisenach II). Am Mittwoch treffen wir uns zum letzten Mal für dieses SJ, dannach ist erstmal Pause. Die Lesung

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Lesung Gotha

Donnerstag. Draußen immer noch über 30 Grad, heute Mittag sogar 36 Grad. Wollte vorhin nach unserer Rückkehr aus Weimar endlich putzen, aber vergiss es! Gerade mal für die Küche und den Flur hats gereicht … die Hitze raubt einem die Energie.  Hoffentlich schaffen es morgen zu meiner Lesung in Gotha trotzdem viele interessierte Leute in die freundliche Bücherstube Hannah Höch, die übrigens den Namen meiner Lieblingskünstlerin trägt. Das kann nur ein gutes Zeichen sein. Um 18.30 Uhr ist Einlass. Und dann hoffe ich mal auf full house! Und freue mich wie immer auf einen lebendigen Austausch.

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Mal was Schönes

Mittwoch. Heute ist ein schöner Tag. Gleich gehts nach Weimar, wo wir bis morgen bei Freunden bleiben. Zu erwarten sind lustige Anekdoten von Fr. und ernsthafte Gespräche mit K., die vor allem PM sprachlos machen, weil ihre stets unkonventionellen Einwürfe (& Erfahrungen) geeignet sind, eine auf rein mathematisch-naturwissenschaftlichem Verständnis beruhende Schulmedizin auf links zu drehen. Zu erwarten sind Reiseberichte von den Eisenachern T. und A., dagegen von den Gothaern R. und Ch. News aus der Umgebung. In Fr.s und K.s Paradiesgarten vor den Toren des beeindruckenden Weimarer Villenviertels werden wir gut essen und trinken, den Grillen lauschen, Glühwürmchen und Fledermäuse

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Lost Children

Dienstag. Später habe ich in großem Stil abgeräumt. Tasche auf, einmal übers Regal gefahren, und schnell raus. In der Zeit habe ich richtig gut gelebt. Die Parfums verkaufen sich ganz easy, ich bin immer alles losgeworden. Inzwischen war ich ja auf Heroin, ich brauchte das Geld. Einmal hat mich dann eine festgehalten, bis auf die Karlstraße raus hing die an mir wie eine Klette, und dann bin ich eingefahren. Als Ladendieb kommst du rein, als Autoknacker raus. Zwei Jahre Bau, da lernst du alles. J. erzählt das wie eine Filmszene. Wir lachen ein bisschen, es klingt lustig, bis der Satz

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Zucchero in Frankfurt

Sonntag. Zucchero – da kriegst du was auf die Ohren! Zucchero kann laut (später aber auch ganz zart und melacholisch) bombastisch, Lightshow, Leidenschaft, Emotionen pur. Der Klangteppich wabert durch die Frankfurter Festhalle und lässt die Eingeweide von ca 15.000 Leuten vibrieren. Die ganze Zeit hast du ein Grinsen auf dem Gesicht, weil es einfach so gut ist. Zucchero ist Tina Turner, Eric Clapton, Pavarott und Stones zusammen. Das Multitalent hat ein mitreißendes Programm und großartige Musiker im Gepäck, die jeweils mit fantastischen Soli glänzen, samt zwei überirdischen Sängerinnen. Die geben dem Publikum den Rest. Das tobt. Und will mehr. Eine

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Selbstoffenbarung

Donnerstag, Tübingen. In der Tübinger Stille, zwischen Freundetreffen und  Schreibwerkstatt (wunderbare Texte wieder), reflektiere ich, dass ich langsam erst lerne, mich selbst ernst zu nehmen. Mich wichtig zu nehmen. Ist ja eher negativ konnotiert, wenn sich jemand wichtig nimmt. So als sei das ein Manko oder ein Hinweis darauf, dass man Ambitionen hegt, die die eigentlichen Fähigkeiten übersteigen. So als sollten die Hoffnungen auf die eigene Entfaltung oder das eigene Wachsen als anmaßend entlarvt werden. Frauen, die sich selbst ernst nehmen, werden gerne demontiert. Lächerlich gemacht in ihren Ambitionen, in ihren Hoffnungen an sich selbst. Mich hat mal einer, nachdem

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Lesung Gotha

Am 26. Juni lese ich in der bezaubernden Bücherstube Hannah Höch in Gotha: Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten Ich freue mich auf einen kommunikativen Abend und lebendigen Austausch mit Dir und Euch! Ticket-Anmeldung: 03621-29674  

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Fazite

Montag, Tübingen. Wenn mehrere Veranstaltungen an einem Tag stattfinden, ich also morgens mittags abends irgendwohin kommen soll, dann ist das für mich wie Schule und Pünklichkeitsstress. Ich werde dann ganz langsam, bis ich weiß, dass ich es nicht mehr schaffen werde. Auf dem Weg lasse ich mich gerne von einem Schuhgeschäft ablenken. Es gibt immer irgendwo eins. Ich probiere ganz viel und kaufe in den seltensten Fällen. In jedem Fall gehe ich mit einem Triumphgefühl über die Zeit wieder raus. Das war schon bei meiner allerersten Lesung so: In Berlin, gesponsert von Bruno Banani, lasen wir erotische Kurzgeschichten in einer

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