Donnstertag. J.: Und dann drückt sie mir ein Messer in die Hand und sagt: Bring dich um. S. Das kenne ich. Meine hat gesagt, sie hat kein Bock mehr auf mich, und ich bin ins Heim. Vielleicht wäre sie auch froh, wenn ich mich umbringe. Es geht immer noch schlimmer. Sie reden von ihren Eltern, und die wollen ihnen ans Leben oder sie wenigstens loswerden. Sie leben damit, ich frage mich, wie. Weihnachten ist das schlimmste, sagt Y. Da hatten sie Streit und meine Mutter und ihr Lover sind abgehauen, jeder in eine andere Richtung. Ich alleine mit vier kleinen
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Lesung Bad Langensalza
Im Mai lese ich in der bezaubernden Buchhandlung Buchgeschwister in Bad Langensalza: Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten Lesung, Diskussion, Austausch, zusammen einen schönen Abend haben – Donnerstag, 21.05.2026, 19 Uhr Buchhandlung Buchgeschwister Bad Langensalza Mühlhäuser Str. 39 99947 Bad Langensalza Um Voranmeldungen wird gebeten: 03603 842449 Kontakt
WeiterlesenNach vorn und zurück
Samstag. Der Abend bei P. wirkt nachhaltig. So inspirierend, mein Geist empfängt direkt wieder Vibrations – danke, ihr tollen Menschen. Morgens um halb drei, die letzten Gäste, laufen wir durchs menschenleere Eisenach nach Hause. Um neun gehts schon wieder weiter, nach Hamburg zu meinem Lieblingsonkel Uli. Zweite Tour durch sein nun schon recht leer geräumtes Haus, und doch finden wir noch einen Sessel, einen Tisch mit eingelassenem Leder, schöne Gläser, ein paar Bücher … Er hat dieselbe Angewohnheit wie ich, in Büchern Zeitungsausschnitte und Postkarten zurückzulassen. Allein die alle zu lesen, bräuchte man 2 Wochen Zeit. Schöne Begegnung voller Melancholie
WeiterlesenPlus und Minus – und Plus
Freitag. Ich glaube es selbst kaum, aber letzte Woche in Tübingen habe ich – mit kleinen, schönen Unterbrechungen durch Baby Z. – drei Tage lang geputzt, einschließlich Fenster. Grauenvoll! Das ist der Nachteil meines Lebenskonzepts: Komme ich nach Eisenach zurück, kann ich gleich weitermachen … Der Kanzler „erlaubt“ Arbeitgebern, ihren Angestellten 1000 € steuerfrei zu schenken, als Ausgleich für die abartigen Spritpreise. Das Ganze nennt sich Entlastungsprämie, und man fragt sich, warum die Arbeitgeber die Suppe, die uns die Regierung durch hartnäckiges Wegsehen vom Elefanten im Raum einbrockt, auslöffeln sollen. Man rettet sich in Galgenhumor. Man denkt ja immer, schlimmer
WeiterlesenEin bisschen Biedermeier
Dienstag. Irgendwie ist dieser neue Krieg auch unser Krieg, das merkt man spätestens an der Tanksäule. Die Gespräche bleiben ergebnislos, die Preise steigen. Wie schön waren die Zeiten, als das billige Gas noch durch Nordstream 1 und 2 zischte und man sich keine großen Fragen stellte. Während Trump sich als Weltenretter stilisiert (ist das noch Selbstironie oder einfach irre?), machen die iranischen Häuptlinge keinen Hehl daraus, dass nur sie wissen, wo sie ihr angereichertes Uran versteckt halten. Die US- und israelischen Geheimdienste tappen im Dunkel, das macht sie in ihrer Wut zahnlos. Der Iran will nuklear aufrüsten, was im Westen,
WeiterlesenGlück
Samstag. Wenn das T.chen und das L.chen da sind, bin ich glücklich. Zwei Tage. Morgen bringe ich sie wieder zurück, aber daran denke ich jetzt noch nicht. Heute Ausflug, ihr Lachen, ihre lustigen Einfälle. Ich liebe sie, und sie lieben mich. So einfach ist das.
WeiterlesenPageturner
Donnerstag, Tübingen. Der neue Roman liegt seit kurzem bei einer Agentin. Bisher konnte ich alle meine 6 Bücher selbst unterbringen, doch die Acquise-Arbeit ist enorm, und über die Verbindungen eines Profis verfüge ich natürlich nicht. Nun bin ich sehr gespannt. Die Protagonistin tut Dinge, die jede Frau gerne mal tun würde, aber sich nicht traut. Meine Heldin traut sich: Sie überschreitet Grenzen. Sie stalkt ihren fremdgeherischen Mann, lässt ein gewisses Potential an Machtphantasien in sexuellen Aktionen zu, ihr Rachefeldzug ist manipulativ und skrupellos, denn letztlich will sie den Kerl zurück. Sie ist nicht ideologisch determiniert. Das macht die Sache spannend.
WeiterlesenDas Kleingedruckte in § 3
Ostermontag, Tübingen. Muss erst der ostdeutsche Rapper Finch einen darauf bringen? Bei dem neuen Wehrgesetz handelt es sich um einen unfassbaren, von militärisch-industriellen Interessen geleiteten Willkürakt gegenüber der Bevölkerung – gegen uns. Ja, offensichtlich muss er, und GsD hat Finch es getan. Denn Paragraph 3 des sog. Wehrdienstmodernisierungsgesetzes ist der Öffentlichkeit bisher vorenthalten geblieben, er gehört ins sog. Kleingedruckte: Alle Männer zwischen 17 und 45 Jahren dürfen sich nur noch über 3 Monate im Ausland aufhalten, wenn sie dafür die staatliche Genehmigung haben! Umgedreht: Wer als Mann länger als 3 Monate in Ausland will, muss sich dafür den Stempel holen.
WeiterlesenOstertanz
Ostersonntag. Mit PM zu den Puhdys, Peter Schilling und den Stones getanzt … was will ich mehr? Sogar für einen kleinen Skandal ist gesorgt, ein durchgeknallter Gast riskiert den Fastrausschmiss (Bräutigam Thomas: „Die Schlägerei war doch erst für Mitternacht geplant!“). Gutes Essen und viele Menschen in Feierlaune gestern Abend in der wunderschönen Phantasie. Ostdeutschland at its best.
WeiterlesenOsterfest – Friedensfest
Ostersonntag. In seiner Abschiedsrede am 17. Januar 1961 warnte der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower eindringlich vor dem wachsenden Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes. Eisnhower war selbst General. Wusste also, wovon er sprach. Er zielte auf die Allianz aus Rüstungsindustrie, Militär und Regierung. Diese könnte eine „unbefugte Macht“ entwickeln, die dem gesellschaftlichen Wohl schadet: Indem sie zu überhöhten Militärausgaben und unnötiger Kriegstreiberei führt. Und damit die Außenpolitik der USA zu stark beeinflusst. Gegen den militärisch-industriellen Komplex forderte Eisenhower ein Gleichgewicht, um dessen Einfluss zu kontrollieren.
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