Sonntag, Tübingen. PM angekommen. Abends ins Pan’s mit T., E. und Baby Z. Meinen tollen Wintermantel aus Italien / Diano Marina ausgefüht, hat das Potential zum Lieblingstück. Heute geht es wieder nach Eisenach zurück. Flaues Gefühl, Unsicherheit, bisschen Freude, bisschen Angst. Ab Nov. wieder Unterricht in der Ziola, darauf freue ich mich uneingeschränkt. Diskussionen: Ines Schwerdtner kündigt Mieterhöhungen und Sanierungsstopp für die zu enteignenden Wohnungen in Berlin an. Im Klartext: Da man 16 Milliarden für die Entschädigungen benötigt und der Haushalt das nicht hergibt, müssen zinspflichtige Kredite aufgenommen werden. Die Mieten werden vollständig für den Kapitaldienst benötigt. Für Sanierungen und
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EMMA sei Dank!
Freitag, Tübingen. Ist das typisch deutsch? Heldinnen und Helden zum Abschied einen Arschtritt mitzugeben? (So wie die TAZ am 21.10.2026 Alice Schwarzer, wird hier nicht verlinkt.) Ich glaube, ja, und ich möchte mich ausdrücklich von dieser Haltung distanzieren. Ich feiere gern und ich feiere gern Menschen, deren Lebenswege sie zu meinen persönlichen HeldInnen gemacht haben. Wie Alice Schwarzer. Als ich alt genug war mir die EMMA zu kaufen, war das ein besonderer Moment für mich. Ich habe das Heft – und in den Folgejahren viele Hefte – in meiner achtzigerjahretypischen offenen Basttasche herumgetragen, der Titel für alle Welt sichtbar. Ich
WeiterlesenFertig
Donnerstag, Tübingen. Das letzte Kapitel von „Stay Alive“ ist fertig. „Stay Alive sucht ab sofort Verlag.
WeiterlesenSchülerInnenproteste?
Dienstag, Tübingen. Jugendliche, die für besseren Unterricht und besseres Lernen auf die Straße gehen, hat es bei uns noch nie gegeben. Randalierer wie die, die sich aktuell an die SchülerInnenproteste dranhängen, wird es auch bei uns bald geben, wenn wir das Problem noch lange unter den großen, geduldigen Teppich kehren. Diese Jugendlichen sind aus historisch anderen Gründen frustriert – z.B. weil sie mit ihren Familien seit Jahrzehnten in Ghettos gepfercht werden, aus denen es auch in der 3. Generation kein Herauskommen gibt, unkontrollierbare No-go-Areas wie in Marseille und anderen franz. Großstädten. Sie plündern Geschäfte (zuerst übrigens die jüdischen!) und setzen
WeiterlesenDa bin ich raus
Freitag, Tübingen. Die Genozid-Vokabel mantramäßig zu wiederholen, das erinnert an die Manipulationsmaßnahme „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, damit sie geglaubt wird“ (fälschlicherweise J. Goebbels zugeschrieben). Statt sich zu SprecherInnen für palästinensische Terrorgruppen aufzuschwingen, sollten gerade deutsche PolitikerInnen und deutsche Medien aktiv und ohne Wenn und Aber die Juden schützen, die hier leben und Nachkommen der wenigen Jüdinnen und Juden sind, die deutsche Nazis zum Glück nicht ermorden konnten. Eine echte Pro-Palästina-Bewegung müsste zwei Dinge einfordern: 1. Die vollständige Entfernung von Hamas. 2. Die vollständige Erziehung und De-Radikalisierung der palästinensischen Gesellschaft. Alles andere: Unglaubwürdig, unmoralisch, doppelbödig, Victim Blaming.
WeiterlesenBurning Sky
Donnerstag, Tübingen. Um diese Zeit arbeite ich am liebsten. Manchmal die ganze Nacht durch. Und dann den Himmel, diese Dramaqueen, feiern und mir einen SchokoKaffee zubereiten und den Tag erwarten ….
WeiterlesenPrognose
Sonntag, Lüneburg. Der Taxifahrer sagt mir, wovor er Angst hat. Dass die Dummen, Ungebildeten an die Regierung kommen und dann dumm, ohne Geist und Weitblick, regieren. Er ist Iraner, er weiß, wovon er spricht. Die in Sachsen-Anhalt werden sich jetzt zwei Jahre lang still verhalten, Grundgesetz-konform, und abwarten. Und wenn sie alle Landesregierungen übernommen haben, ihre Ziele durchstoßen. So seine Prognose. Ich sehe das irgendwie gelassener, mich erinnernd, wie hysterisch die Medien reagierten, als Ramelow Ministerpräsident von Thüringen wurde. Jetzt wird der Kommunismus eingeführt, Eigentümer werden enteignet, Bankkonten geplündert!, Panik und Schrecken, weil das ja ihre beste Disziplin ist, das
WeiterlesenAbhauen
Freitag, im Zug. Wie nett. Er blafft seine Frau auf Deutsch an, ich bekomme direkt alles mit. Sie redet auch Deutsch, aber besser als er, aber eigentlich redet sie gar nicht. Vielleicht haben sie unterschiedliche Muttersprachen, was ich nicht glaube. Eher glaube ich, dass sie familiär zusammengestellt worden sind: So, ihr gehört zusammen, große Hochzeit und das ganze Programm, wunderbar, und jetzt seid glücklich. Die Frau guckt so unglücklich, dass ich denke, sie weint gleich. Sie sitzt nicht neben ihrem Mann, sondern zwei Bänke vor ihm, in der Reihe neben mir. Er sitzt allein, breitbeinig über zwei Plätze, und findet das
WeiterlesenNächste Lesung Gummersbach
Lesung, Diskussion, Signierstunde: „Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten“ WANN: Samstag, 31.10.29 um 15 Uhr WO: Thalia Gummersbach Kaierstraße 20 51643 Gummersbach Ich freue mich auf einen lebendigen Austausch mit Dir und Euch!
WeiterlesenSüper Bücher
Mittwoch. Ich habe die Bestseller-Senkrechtstarterin Caroline Weil für mich entdeckt. Hatte zuerst Vorurteile, ich gebs zu, auch wegen ihrer Ponyfrisur (mea culpa). Die habe ich überwunden und freue mich allabendlich auf 1999 Meter über dem Meer. Ein weiblicher Roadmovie ohne zu viel politische Correctness und Gefälligkeit. Sehr erfreulich. Die Heldin erlebt nicht viel, aber was sie erlebt, filtert sie leicht und luftig durch ihre subjektive Brille, ohne oberflächlich zu sein. Wahl kultiviert einen Schreibstil, der vielleicht nach dem fünften, sechsten Roman öde werden könnte. 1999 Meter über dem Meer ist auch inhaltlich verdammt nah an Windstärke 17. Ich schätze aber,
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