Ameise

Dienstag. Mein Leben ist gerade unterirdisch langweilig. Lebe wie eine Ameise. Nicht denken, arbeiten. Kopf runter! Kopf nur für Fehlersuche da. Immerzu immer das gleiche, pickpickpick, die guten ins Kröpfchen, die schlechten ins Töpfchen, womit wir von der Ameise zur Taube kommen, die jedoch nicht gerade für Fleiß steht, eher für Stupidität. Und die kann ja nun durchaus mit Fleiß eine Einheit bilden.

Heute Abend mache ich meine Möhren-Sellerie-Ingwer-Suppe, die mögen alle, ist ja auch ein asiatisches Gericht.

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Die drei Räuber

Montag. Ihr absoluter Favorit unter ihren sehr vielen Büchern war „Die drei Räuber“ von Tomi Ungerer. Meine Tochter hat es geliebt, jahrelang. Die Erzieherinnen guckten ernst und wollten „mit mir reden“, weil sie es ständig mit sich herumschleppte, und die anderen Kinder wurden neugierig.

Weil dieses Buch von Räubern handelt, die Kinderfresser sind. Doch ein kleines Mädchen, das wunderbar kochen kann und zudem meiner Tochter erstaunlich ähnlich sah, bringt die Räuber durch ihre kulinarischen Künste auf den rechten Weg (esstechnisch gesehen und auch sonst). Am Ende sind sie geläutert, sie mögen keine Kinder mehr (essen) und der Oberräuber rasiert sich die wilde Visage und heiratet das kleine Mädchen.

P.S. Aus meiner Tochter ist eine humorbegabte, reflektierte junge Frau geworden, sie kocht mäßig gerne und hat keinerlei räuberische Interessen … im Gegenteil …

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Nachtaktiv

Sonntagmorgen. Was für ein shit Wochenende! PM brettert nach Eisenach und zurück, ist gegen vier Uhr nachts / morgens endlich in Tü, um nur wenige Stunden später direkt wieder nach Eisenach zu starten, dazwischen Notarzt, Feuerwehr, Telefonate in alle Richtungen, massive attacks, Drohungen, Panik, Aufregung, Sorgen … Die heilige Familie … Jetzt ist PM in B.N. und ich in Tü, und nach 1800 km Strecke in zwei Tagen ist da wenigstens das Gefühl, einmal mehr eine grenzwertige Situation bewältigt zu haben … alles klar, wunderbar!

Frühmorgens um vier übrigens in allen Zimmern noch Licht, Geräusche, scheints konnte keiner schlafen, Ye und T., alle NACHTAKTIV, meine Person eingeschlossen, Wahnsinn …

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Keine Flügel

Freitag. Wo ich gerade nicht mehr zum Schreiben komme vor lauter Arbeit im „Amt“ und zeitfressendem, leider in den meisten Fällen sinnfreiem Korrigieren (Systemfehler, einer von vielen), erscheint mir mein Leben stumpf und abgedroschen. Besteht der Fluss der Tage aus Broterwerb, einkaufen, Wäsche waschen, Rechnungen bezahlen, ist das die pure Immanenz, zum Erbrechen eindimensional, keine Flügel zum Abheben und über den Dingen kreisen … Oh, dass kein Flügel mich vom Boden hebt* …

Ye hat sich bei der Arbeit in der Uni ihr Ohr an der Tür angeschlagen, bzw. die Tür ist ihr ans Ohr gefallen. Sie sagt, in Deutschland seien die Türen so schwer und solche Türen gebe es in China gar nicht. Ihr Ohr wurde dick und hart, gestern ist es operiert worden. Jetzt macht sie sich Sorgen, ob die Rechnung noch rechtzeitig kommt, weil Überweisungen von China nach Deutschland nicht möglich seien. Ich sage ihr, die Hauptsache ist doch, du bist operiert, die Krankenkasse kommt schon zu ihrem Geld, da guckt sie ungläubig und lacht. In China läuft alles online und alles sofort. Kein Bargeld, kein Postweg. Und wenn schon Post, dann ist jeder Brief per Mail nachverfolgbar. So ist China. Eine gläserne Nation. Wie wir auch bald.

Ye ist sehr auf kalorienarmes Essen bedacht, aber sie liebt Zitronenrolle. Freitagnachmittags bringe ich immer Kuchen mit und wir machen es uns zu dritt gemütlich. T. bevorzugt Himbeerrolle, ich mag beides.

Unsäglicher Faust I, Z. 1074

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Tübinger Nächte

Sonntag. Hitze auf der Terrasse, Vogelgezwitscher – immer weniger, weil immer weniger Insekten -, ab und zu ein Flugzeug, Klavierklimpern aus einem offenen Fenster und ein erstaunliches Buch: Die Krähe von Kader Abdolah, den ich bisher nicht kannte und der von der Teheraner Studentenbewegung, von linkem Untergrundjournalismus, von der komplizierten Liebe im Land der Verbote und von seiner Flucht in die Niederlande erzählt –  Mittagsruhe nach einer extrem arbeitsreichen Woche, und die nächste dieser Art ist bereits im Anmarsch in Gestalt eines Korrekturberges …

PM ist schon weg, er beginnt heute sein soziales Experiment mit seinem Vater, oh je!, ich darf gar nicht daran denken …

Gestern Abend  in der Gaststätte zum Pflug schönes Wiedersehen mit der schönen Vivienne, die jetzt in der GzP kocht. Lauter spannende News, von denen ich nichts wusste, aber ich habe V. ja auch seit bestimmt fünf Jahren nicht gesehen. Sie und Urs, was der Wirt ist, setzen sich zu uns, lassen ihre Gäste Gäste sein und uns an ihrem Tübinger Romantic Drama Movie teilhaben, von dem man wohl noch hören wird, bis es nach Mitternacht ist, und weil sie absolut gar nichts mehr in der Küche haben, da mal wieder viel mehr Gäste gekommen sind als erwartet, marschieren wir anschließend alle um den Block ins X und holen uns die legendäre Currywurst und die noch legendärere Pommes Schranke (die hier, nüchtern wie die Ureinwohner, P. rotweiß heißt). Vivi arbeitet nicht mehr für diesen Förderkreis, wo wir uns kennengelernt haben, sie ist jetzt Köchin und Wirtin mit Leib, Seele und viel Herz.

Wir sprechen über die Liebe und den Tod.

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Wie die AfD schweigend die Puppen tanzen lässt

Samstag. Ein Mädchen ist ermordet worden (Susanna Feldmann, 14 Jahre), und eine Partei, nämlich die AfD, nutzt die Gunst der Stunde und legt – klar, aus propagandistischen Zwecken – im Bundestag eine unangekündigte Schweigeminute ein.

Verdammte Axt, wie verhält man sich da? Spontan zu reagieren, ist unseren Politiker*innen nicht mehr gegeben, alles, was sie sagen, ist in der Regel im Vorfeld fein mit der Nichtssager-Pinzette zurechtgezupft. Spontan ist gefährlich! Aber irgendwas muss ja jetzt passieren, oh Gott!, bloß was? Aufstehen und mitschweigen und das Zugeständnis riskieren, dass die falsche Partei möglicherweise gerade das Richtige tut, oder nicht nicht aufstehen und dazwischenreden?

Die Angst vor der AfD bewirkt, dass alle anderen Abgeordneten erstmal gar nichts tun. Eine sichtlich nervöse Claudia Roth beendet schließlich die Schweigeminute und verscheucht den AfD-ler vom Rednerpult.

Wie mag diese Reaktion der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages auf die Eltern der ermordeten Susanna wirken?, das ist die einzige Frage, die sich mir (als Mutter?) in dem Moment aufgedrängt hat. Denn auch die Reaktion von Claudia Roth und den anderen Abgeordneten geschieht ausschließlich aus propagandistischen Zwecken. Nicht das Mordopfer steht im Fokus, nicht das Leiden einer Familie, sondern die Abgrenzung von der AfD, die allein die Handlungsweise bestimmt.

Böswillig könnte man sagen: Eins zu Null für die AfD. Das ist ganz schön viel angesichts der momentan aufgeheizten Stimmung. Respekt hat sich die Riege unserer Politiker*innen mit diesem Auftritt nicht verdient, von rechts nach links nicht. Offenbar geht es nur noch um Taktik, um das Re-Agieren, nicht mehr um ein selbstbestimmtes Agieren.

Dummerweise ist der Täter ein polizeibekannter, schlimmer Finger aus dem Irak, dessen Verbleib in Deutschland längst abgelehnt wurde (Diebstahl, Widerstand gegen eine Polizistin, Verdacht der Vergewaltigung einer 11-Jährigen), der aber bisher noch nicht abgeschoben werden konnte. Nun aber floh dieser junge Mann, Ali B., mit seiner Familie binnen kürzester Zeit und unter falschem Namen aus Deutschland über die Türkei in sein Heimatland Irak. Zum Glück konnte er in der Nacht auf Freitag von kurdischen Sicherheitsbehörden im Nordirak auf Bitten der Bundespolizei festgenommen werden, wie gestern Bundesinnenminister Horst Seehofer bei der Innenministerkonferenz in Quedlinburg bekannt gab.

Die Innenminister der Länder zeigen sich erschüttert und warnen vor Verallgemeinerungen: „Das ist ein schreckliches Verbrechen, die Tat eines Einzelnen“, sagt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag in Quedlinburg am Rande des Treffens mit seinen Länderkollegen. Leider weiß jeder, der gestern Abend die Tagesschau gesehen hat, dass diese Behauptung nicht ganz richtig ist. Ein Bewohner des Flüchtlingsheims, in dem Ali B. gelebt hat, stellt die Dinge ganz anders dar, minderjährige Mädchen seien bei Ali B. und seinen fünf Brüdern ein- und ausgegangen, die Brüder haben Geld mit Dealen gemacht, sie seien nicht „ganz normal“ gewesen, lachend tippt der Ex-Mitbewohner sich an die Stirn.

Nun könnte man sagen, was machen Minderjährige auch in einem Flüchtlingsheim und können die Eltern da nicht besser aufpassen etc.pp, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass für eine kriminelle Tat der Täter verantwortlich ist und nicht das Opfer.

Nachdem der AfD-ler wieder auf seinem Platz sitzt und die Tagesordnung weitergeht, sagen die Redner*innen aller übrigen Parteien, die AfD solle sich was schämen.

Ich habe nichts dagegen, dass die AfD sich schämt. Aber muss sich die Bundesregierung nicht auch ein bisschen schämen? Immerhin ist ein Mensch gestorben, dessen Tod angesichts der Hintergründe noch viel sinnloser erscheint, als jeder Mord es ohnehin ist. Dass der Täter, als die Lage brenzlig für ihn wird, samt Familie einfach so ausreisen kann in das Land, aus dem sie nicht grundlos geflohen sind, mit Flugtickets unter falschen Namen, ist kaum vermittelbar, ich jedenfalls verstehe es nicht.

Den „Fall Amri“ hatten wir doch schon. Reicht der nicht? Das „Das-darf-nie-wieder-passieren“ der Behördenexperten einschließlich dem BKA ist es jetzt, was ich mehr als zum Schämen finde. Sollte Susanna F. etwa für diese Erkenntnis gestorben sein?

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Den Linken ein Bärendienst

Montag. Eine Polizistin ist in einem Intercity von einem Flüchtling aus Eritrea mit dem Messer angegriffen und im Gesicht verletzt worden.
Bevor er auf die 22-Jährige losging, hatte der Angreifer einen anderen Fahrgast schwer verletzt. Die Polizistin war zu dem Zeitpunkt im Bereitschaftsdienst oder privat unterwegs, hier unterscheiden sich die Quellen, jedenfalls war sie einer Lautsprecherdurchsage gefolgt, nach der ein Polizist im Zug gesucht wurde, um den „Streit“ zu schlichten. Als sie dazu kam, ging der Messerangreifer sofort auf sie los.
Im Bericht der taz vom 1. Juni 2018 hört sich das so an, als sei die Polizistin zufällig im Zug, d.h. außerhalb ihrer Dienstzeit gewesen. Damit beginnen für die Verfasserin des Artikels, Esther Geißlinger, die strittigen Fakten. „Anfangs schienen die Rollen klar verteilt“, heizt sie ein, um dann die Flensburger Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt mit einer läppischen Frage zu zitieren und damit in einen fragwürdigen Fokus zu rücken. Diese hatte beim Interview auf dem Nachrichtenportal der Welt auf die Frage der Moderatorin nach dem Täter zurückgefragt: ‚Äh, mit Täter meinen Sie den Getöteten?'“
Wenn sogar die Staatsanwältin in dem Fall nicht zwischen Täter und Opfer zu unterscheiden weiß, wie dann wir?, suggeriert dieser Schlenker ins Reich der Diffamierung und des blinden Polizist*innen-Bashings. Krampfhaft wird versucht, der Polizistin die Schuld in die Schuhe zu schieben: Warum trägt die auch Uniform? Denn der flüchtige Eriträer, so phantasiert Geißlinger weiter, habe „vielleicht unter einer psychischen Störung [gelitten], hat der Anblick der Uniform eine Panikreaktion ausgelöst?“
Da frag ich mich doch, wie vergewaltigte Frauen im Zug auf Männer (= potentielle Vergewaltiger) reagieren mögen – haben die auch alle ein Messer dabei und stechen los, wenn männliche Fahrgäste schlimme Erinnerungen, ergo panische Gefühle bei ihnen auslösen?
Der Artikel von Geißlinger relativiert das Täter-Opfer-Gefüge: Polizistin = schlecht / verdächtig, Flüchtling = gut, traumatisiert. Ist solches Victim-Blaming, wenn es sich um eine Polizistin handelt, linke Positionierung? Meiner Meinung nach ist das eher ein Bärendienst an der Linken.
Sei’s drum, eine Frau in Uniform steht nach Geißlinger erstmal unter Generalverdacht. Weibliche Solidarität gegen einen männlichen Aggressor? Pustekuchen! Dass die junge Polizistin im Gesicht verletzt wurde, scheint Geißlinger keine Zeile wert, diese Fakten muss man sich erst in anderen online-Medien zusammensuchen (z.B. im Hamburger Abendblatt).
‚Ist das „Argumentationsaktobatik“, wie ein Kommentator es nennt? Oder einfach mangelnde Empathie mit dem Opfer? Oder ein Fall von weiblicher Frauenfeindlichkeit? Jedenfalls ist der Artikel der Autorin pejorativ, tendenziell und abwertend gegenüber der Polizistin, während der wahre Täter zum Opfer stilisiert wird.

Anfang der achtziger Jahre erzählte eine Kommilitonin mir, sei sei an der Steinlach von einem französischen Soldaten vergewaltigt worden. Auf meine Frage, ob sie den Vorfall bei der Polizei gemeldet habe, zuckte sie die Schultern und erklärte mir: „Ach, der ist ja vielleicht so ein armes Schwein beim Militär und hat schon lange keine Frau mehr gehabt.“
Ich war fassungslos über ihre eigene Geringschätzung. Wenige Wochen später hörte ich, dass sie inzwischen in der Psychiatrie war; ihre Klinikeinweisung führte ich auf ihre vollkommen verschobene Realitätswahrnehmung zurück.

Der taz-Artikel verströmt den gleichen Geist von Realitätsverkennung.
„Klar“, gesteht Geißlinger großmütig zu: „Wer mit einem Messer angegriffen wird, darf sich wehren.“ Um sich dann noch einen echten journalistischen Schnitzer zu leisten:
„Die Beamtin aus Bremen hatte eigentlich dienstfrei, hätte also keineswegs in Uniform reisen müssen. In Schleswig-Holstein, so sagte der Leiter der Polizeischule in Plön in einem Interview, ist es eigentlich nicht vorgesehen, dass Beamte in der Freizeit mit Uniform und Waffe unterwegs sind.“
Hm, die Polizeischule ist weder in Plön (sondern in Eutin), noch ist das Tragen der Uniform der Polizistin in ihrer Freizeit in irgendeiner Weise verdächtig. Vielmehr ist es von den Bahngesellschaften ausdrücklich erwünscht, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Reisenden zu erhöhen.

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Team- und Soloplayer

Donnerstag, Diano Marina. Sieben ist gruppendynamisch betrachtet keine besonders gute Zahl. Mit Abgrenzung beschäftigt, manches geht mir gerade tierisch auf die Nerven (die abendlichen Besäufnisse des einen, die uninspirierenden Angebergeschichten der anderen …).

Habe mich heute in Zuccarello verliebt. Auf der Rückfahrt von Genua haben wir, d.h. PM und ich, es entdeckt, im Hinterland von Albenga.

Das Dorf liegt im Neva-Tal. Von der Straße aus, auf dem Weg nach Castelvecchio di Rocca Barbena, ist sie mir aufgefallen: Die mittelalterliche Kulisse aus zünftig verratzten Häuserrücken und einer uralten Steinbrücke über die Neva.

Nachdem uns Castelvecchio nicht so umgehauen hat, wie es die Ankündigungen des DuMont-Reiseführers nahelegen, halten wir auf dem serpentinenreichen Rückweg an, um zu erkunden, was sich auf der anderen Seite jener Kulisse verbirgt.

Wir werden von einem gut erhaltenen, gepflegt renovierten Ortskern überrascht. Dessen Bewohner, soweit sichtbar, begrüßen uns freundlich desinteressiert, sie haben alles, was sie brauchen, und Touristen wie uns brauchen sie gar nicht. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb sie in der Abgeschiedenheit eines Nestes wie Zuccarello leben, anstatt an der unter wirtschaftlichem Druck stehenden, ligurischen Küste.

Die Hauptgasse ist von Arkaden gesäumt, von denen man in die Häuser und die drei (!) Osterias gelangt. Die dunkle Kirche ist aus dem 13. Jh., friedlich, still, renivierungsbedürftig. Der Gang über die Brücke über den tief in den Felsen geschnittenen Fluss ist genauso romantisch, wie ich ihn mir ausgemalt habe. Von unten, vom Flussufer aus, mutet die Anlage noch viel wilder an.

Wer wohnt hier? Und wie versorgen die sich? Wie kommt die Post hierher? Wo ist die nächste Schule?

Die vielen verlassenen Häuser und Ansiedlungen geben Antwort auf solche Fragen. Doch dann taucht plötzlich ein Gemüselaster auf, der all die Dörfer abklappert und mit dem Nötigsten versorgt. Eines davon, Coletta, hat als „Internetdorf“ überregionale Bekanntheit erlangt. Die restaurierten Häuser aus dem späten MA sind mit perfekter Telekommunikation ausgestattet – ein Strommast auf einem gewagt vorspringenden Bergfelsen erzählt davon – und bieten jetzt Wohn- und Arbeitsplätze für Freiberufler, die sich hier niedergelassen haben.

Hin und wieder kommt es auf die Idee eines Einzelnen an, das ist beruhigend und beängstigend zugleich.

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