Sonntag. Ich freue mich auf Kiel. Ist immer ein bisschen wie nachhause kommen. Mein Bruder, mein Patenkind, meine Freundin, die Förde, der Wind und die wunderbare Buchhandlung Fördenseiten. Montag, 19 Uhr!!!
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Eine Woche
Samstag. Im ganzen Jahr gibt es nichts Ätzenderes, Unkreativeres, Ungesünderes als Steuer. Eine Woche telefonieren bzw. Belege einfordern, eine Woche Belege sortieren, eine Woche dem freundlichen Steuerberater nachschicken, was ihm alles noch als fehlend aufgefallen ist. Ich bekomme Bauchschmerzen und vertrage eine Woche lang nur Hüherbrühe.
WeiterlesenFeedback
Schöne Feedbacks von meiner neuen Lerngruppe – happy und dankbar (Nele ist mein Rufname)
WeiterlesenSuchen und finden
Freitag. Meine neue Lerngruppe heißt Ü50 und schafft es, micht echt mal zu verblüffen. Sitzen da und schauen mir skeptisch beim Reinkommen, Mantel Ausziehen, Tasche Auspacken zu. Ich habe heute morgen einen goldbeschichteten, ziemlich coolen Jeansrock an, dazu khaki Wildlederstiefel. So was mögen manche nicht. Sie sind eher die Jogginghosenfraktion. Ich fange an zu erzählen, wer ich bin, was ich so mache und was ich heute mit ihnen vorhabe, dann erzählen sie. Ihre Skepsis verfliegt, die Unterschiede relativieren sich, wie durch ein Wunder wird die Atmosphäre flockig und locker. Zwei fangen an zu weinen. Sie fühlen sich alt und ungebraucht,
WeiterlesenMartensteins Rede
Harald Marteinsteins überfällige Rede im Schau-„Prozess gegen Deutschland“, eine Inszenierung am Hamburger Thalia-Theater. Hier im Wortlaut, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Ach doch: Abzusehen ist, dass Martenstein jetzt in die rechte Ecke geframt werden wird von Leuten, die ihm, sorry, das Wasser nicht reichen können. Kann man andere Meinungen nicht einfach mal AUSHALTEN, ohne gleich um sich zu hauen? Viele Kommentare zu seiner Rede bestätigen ihn in jedem Satz. Es ist nicht alles faschistisch, was rechts der CDU ist. Das hieße, den Faschismus zu relativieren. Dagegen unternimmt Martenstein eine historische Einordnung, falls das jemanden interessiert. Wenn sie hören, (Brand-)mauern (Denkmauern?)
WeiterlesenGlück
Wenn ein Traum in Orange und Gelb den Startschuss ins neue Lebensjahr abfeuert und der Duft von Rosen, Mimosen und Fresien dich umfängt und später liebe Freunde und Familie mit dir zusammen feiern & sich austauschen über Gott und die Welt – das ist Glück.
WeiterlesenMantra
Samstag. Mir hat mal eine Agentin am Telefon gesagt: „Schuster, bleib bei deinem Leisten.“ Blöde Kuh, hab ich gedacht, die kennt mich doch gar nicht. Die hat keine Ahnung, wieviel Energie ich aufbringen kann, wenn ich wirklich etwas will. Es ging um das Buch Lass uns über den Tod reden, und sie hat es mir nicht geglaubt, dass ich an all diese Leute rankomme, um sie zu interviewen. Ein Vertrag zwischen uns kam also nicht zustande. Das Buch kam zustande. Ohne eine Agentur. Es ist gut geworden und hat einen guten Verlag gefunden. Ein Buch, auf das ich immer noch
WeiterlesenNächste Lesung Kiel
Nächste Lesung im schönen Kiel – Buchhandlung Fördeseiten Montag, 23.02.2026 um 19 Uhr Ich freue mich auf viele Fragen & Antworten und auf Dich und Euch!
WeiterlesenFrühlingserwachen
Dienstag. Toll, wenn sich die Große Kreisstadt Eisenach – mit gerade mal 40747 Einwohnern – das Landestheater mit eigenem Ensemble und eigenem Ballett leistet. Und Frühlings Erwachen von Frank Wedekind auf die Bühne bringt. Mutig wie vor 130 Jahren, weil über Sex reden und schreiben immer Mut erfordert. Was ich nicht wusste: Der junge Wedekind versprach 1885 seinem Schulfreund Moritz Dürr, der ihm sein Suizidvorhaben angekündigt hatte, ein Drama über ihn zu schreiben (Protagonisten-Name). So atmet das Stück die Unmittelbarkeit der Authentizität. Genau da habe ich heute meinen Deutschkurs gepackt: Schreibt über euch selbst, um mit euren Texten zu berühren
WeiterlesenSchlimme Finger unter sich
Samstag. Zwischendurch – ich habe ein neues Buchprojekt begonnen – komme ich an den Epstein-Akten nicht vorbei und grusel mich vor Widerwärtigem und Schockierendem, das da peu à peu ans Tageslicht kommt. Beinahe noch gruseliger finde ich, dass sie AntisemitInnen Anlass geben, noch ungenierter aus ihren Löchern zu kriechen, um mit judenfeindlichen Verschwörungstheorien wahlweise „die Juden“ / Israel / den Mossad zum Urheber der Epstein-Affaire zu erklären. Oder kriegsgeile RussophobikerInnen ihren Lieblingsfeind Putin. Was auch immer noch alles rauskommt, warum eigentlich gerade jetzt? Vielleicht bewirken die Veröffentlichungen genau das, was sie bewirken sollen: Erschrecken und Verunsicherung. Da interessiert mich doch
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