KI für die Masse, Kreativität für Eliten

Freitag. „Die Leute, die im Silicon Valley arbeiten, stecken ihre eigenen Kinder in Tablet-freie Schulen, an denen sie Kreatives Schreiben lernen. Die reichen Menschen machen ziemlich klar, dass sie weiterhin auf menschengemachte Kultur setzen.“ (Catharina Doria, Expertin für KI-Ethik) Kreativität für die Elite, AI für die Masse? Die Werbekampagnen dreier Großkonzerne geben einen Vorgeschmack, in welche Richtung es gehen könnte – auch für die Musikwelt. Wer will diesen Trash? Wird biobasierte Kunst zum Luxusgut?  

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KI-Fake im ZDF

Donnerstag. Die reine Wahreit im ZDF ist angekratzt. Wenn KI-generierte Bilder im Heute-Journal über die US-Einwanderungsbehörde ICE wieder ein unerhörtes, empörendes Bild von Trumps USA zeichnen, dann ist das mit Sicherheit kein bedauerlicher Fehler, wie ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten suggerieren möchte, sondern vollste Absicht, nur leider schief gegangen. Keineswegs wird das ZDF daraus „klüger werden“ (Schausten), sondern es wird die Methodik verfeinern. Für einen Fehler stimmt die Richtung allzusehr mit der bisherigen Richtung der Öffentlich-Rechtlichen überein: Kräftezehrendes Trump-Bashing – um sich der erhofften Nachfolgeregierung aus den Reihen der Demokraten in vorauseilendem Gehorsam anzudienen? Egal, wie man zu Trump steht: Mit dem

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Nachlese

Dienstag, Kiel. Das Publikum in Kiel ist so freundlich und zugewandt, dass es mir eine Freude ist zu lesen und Fragen zu beantworten. Dazu diese außergewöhnliche Buchhandlung Fördeseiten, die die Kultur in den eher stillen Ortsteil Wellingdort trägt – was wünscht man sich als Autorin mehr. Ich bummle durch die Holtenauer Straße, mein Zug kommt erst gegen Mittag, und über mir kreischen Möwen. Das ist jedesmal wieder verblüffend. Die zwei Tage habe ich bei meinem Bruder gewohnt – so ein Glück, an schönen Orten liebe Menschen zu kennen und zu treffen. Nachher Heimfahrt, morgen muss ich arbeiten. Irgendwie habe ich

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Lesung Kiel

Sonntag. Ich freue mich auf Kiel. Ist immer ein bisschen wie nachhause kommen. Mein Bruder, mein Patenkind, meine Freundin, die Förde, der Wind und die wunderbare Buchhandlung Fördeseiten. Montag, 19 Uhr!!!   

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Eine Woche

Samstag. Im ganzen Jahr gibt es nichts Ätzenderes, Unkreativeres, Ungesünderes als Steuer. Eine Woche telefonieren bzw. Belege einfordern, eine Woche Belege sortieren, eine Woche dem freundlichen Steuerberater nachschicken, was ihm alles noch als fehlend aufgefallen ist. Ich bekomme Bauchschmerzen und vertrage eine Woche lang nur Hüherbrühe.

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Suchen und finden

Freitag. Meine neue Lerngruppe heißt Ü50 und schafft es, mich echt mal zu verblüffen. Sitzen da und schauen mir skeptisch beim Reinkommen, Mantel Ausziehen, Tasche Auspacken zu. Ich habe heute Morgen einen goldbeschichteten, ziemlich coolen Jeansrock angezogen, dazu khaki Wildlederstiefel. So was mögen manche nicht. Sie sind eher die Jogginghosenfraktion. Ich fange an zu erzählen, wer ich bin, was ich so mache und was ich heute mit ihnen vorhabe, dann erzählen sie. Ihre Skepsis verfliegt, die Unterschiede relativieren sich, wie durch ein Wunder wird die Atmosphäre flockig und locker. Zwei fangen an zu weinen. Sie fühlen sich alt und ungebraucht,

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Martensteins Rede

Harald Marteinsteins überfällige Rede im Schau-„Prozess gegen Deutschland“, eine Inszenierung am Hamburger Thalia-Theater. Hier im Wortlaut, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Ach doch: Abzusehen ist, dass Martenstein jetzt in die rechte Ecke geframt werden wird von Leuten, die ihm, sorry, das Wasser nicht reichen können. Kann man andere Meinungen nicht einfach mal AUSHALTEN, ohne gleich um sich zu hauen? Viele Kommentare zu seiner Rede bestätigen ihn in jedem Satz. Es ist nicht alles faschistisch, was rechts der CDU ist. Das hieße, den Faschismus zu relativieren. Dagegen unternimmt Martenstein eine historische Einordnung, falls das jemanden interessiert. Wenn sie hören, (Brand-)mauern (Denkmauern?)

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Glück

Wenn ein Traum in Orange und Gelb den Startschuss ins neue Lebensjahr abfeuert und der Duft von Rosen, Mimosen und Fresien dich umfängt und später liebe Freunde und Familie mit dir zusammen feiern & sich austauschen über Gott und die Welt – das ist Glück.

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