Prosaisch

Samstag Morgen. Minus zehn Grad, minus fünf Grad, in den letzten Tagen ist dir das Gesicht eingefroren. Heute null Grad. Dafür Sonne und eine dichte Glitzerschneedecke auf der Terrasse, auf dem Tisch, den Stühlen. Und auf der Straße, der B27, unter dem Balkon.
Eine Treppe tiefer schläft PM. Im Nebenzimmer werden die Wände gestrichen. Steve ist ausgezogen, das Zimmer ist abgewohnt, neue Bewerber*innen waren da, ich weiß noch nicht, hab irgendwie keine Lust, Menschen lassen sich nicht ersetzen.
Brötchen für die Handwerker schmieren, aufräumen, Fenster putzen, das ist heute mein Tagesprogramm. Alles ganz prosaisch. Wann komme ich wieder zum Schreiben? Morgen? Übermorgen? Der Schnee dimmt alles runter, die Geräusche, das Tempo …