Das Märchen von den drei Rätseln

Samstag. Es war einmal ein Prinz, der war mit der Prinzessin des Landes verheiratet, weil er die drei sehr schweren Rätsel des Königs als einziger Mann im ganzen Lande gelöst hatte, und so ward sein Weg ins Königshaus genommen.

Der Prinz war klug und schön und er hatte sich recht angestrengt, die Rätsel zu lösen und die Prinzessin zur Gemahlin zu bekommen.

Jeden Abend stieg er auf den höchsten Turm des Schlosses und betrachtete das Land mit den vielen kleinen Dörfern und Städtchen unter sich von oben herab, und er war ganz zufrieden mit sich. Jedoch nach vielen Wochen und Monaten, als er wieder einmal auf dem Turme stand und die Sonne hinter dem Horizont versinken sah, da wurde er auf einmal ganz traurig, denn plötzlich wusste er, was er auch schon davor gewusst, aber nicht hatte sehen wollen: Die Prinzessin war weder schön noch klug.

Nicht einmal lustig war sie.

Sie war eigentlich eine ganz und gar langweilige Person.

Teufel auch!, dachte der Prinz. Wo bin ich da nur hinein geraten.

Aber nun war es einmal so, dass sie verheiratet waren, und daran ließ sich nichts mehr ändern. Der Prinz aß und trank und schlief und aß und trank wieder, und mit der Zeit wurde er ganz dick und träge. Auch die Prinzessin aß und trank und schlief und aß und trank wieder, und auch sie wurde ganz dick und träge. So lebten sie beide vor sich hin.

Bald vergaß der Prinz vor lauter Essen und Schlafen, die Regierungsgeschäfte des Königs zu verfolgen und die Zeitungen des Landes zu lesen, und da war es bald um seine Klugheit geschehen. Der König sagte: „Du lieber Schwiegersohn, siehe, du bist zu dumm und zu träge zum Regieren, und meine Tochter war schon immer dumm, und nun ist sie auch noch dazu dick und träge geworden wie du – was soll ich länger mit euch am Hofe?“

„Aber lieber Schwiegervater, wo soll ich denn hin!“,  entgegnete der Prinz erschrocken, und die Prinzessin sagte, sie würde nimmermehr vom Hofe weg ziehen, da sie noch niemals woanders gelebt habe.

Da ließ der König ein großes Weinfass kommen und ließ es in den Gemächern des Prinzenpaares aufstellen. Als der Prinz und die Prinzessin am Abend volltrunken auf ihrem prächtigen Himmelbett lagen, alle Viere von sich gestreckt und laut schnarchend, da wies der König seine kräftigsten Diener an, die beiden hinaus zu schleifen und auf die Pferde zu binden. So taten sie’s, und die Pferde trabten mit ihrer Last, wie sie es gewohnt waren, zu den Vorratsgebäuden und warfen ihre Last dort ab.

Am nächsten Morgen wachte zuerst die Prinzessin auf. „Sieh nur, Mann!“, rief sie und staunte über die Zuckersäcke und Kakaopakete und die aufgestapelten Käse und die Schinken und Rauchwürste, die von der Decke baumelten: „Hier ist es ja noch viel schöner als in unseren Prinzengemächern!“

Der Prinz blinzelte, streckte das Gesicht empor, und in dem Moment fiel eine dicke Rauchwurst von der Decke herab, ihm direkt in den offenen Mund. Er kaute, bis die ganze Wurst in seinem Magen verschwunden war, dann nickte er bedächtig.

„Ja, Weib, hier lässt sich’s aushalten, hier wollen wir bleiben. Keiner will was von uns. Hier müssen wir nichts denken und uns auch nicht bewähren. Hier wollen wir nun recht glücklich werden.“ Er rülpste kräftig, und wenn sie nicht gestorben sind, dann essen sie noch heute.

Veröffentlicht unter 2013

Das Märchen vom Missverständnis

Freitag. Es war einmal eine alte Hexe, die päppelte ihr ganzes Leben lang Kinder auf, die sich im Wald verirrt hatten, und wenn sie dann dick und rund gefüttert waren, briet sie sie über ihrem Feuer und aß sie auf.

Die letzten Kinder, die ihr in die Falle gegangen waren, um geradewegs in ihrem Verschlag zu landen, waren zwei knusprige Geschwister gewesen. Sie hießen Hänsel und Gretel. Danach mochte die Hexe auf einmal keine Kinder mehr.

Als Essen. Sie mochte keine mehr essen, weil sie – ohne ihr Zutun und ganz unfreiwillig – keinen Geschmack mehr an Kindern fand. Nicht, dass sie ihr Herz für Kinder entdeckt hätte – Hexen haben kein Herz, und deshalb haben sie auch keine Gefühle, außer Hunger, Durst, Angst oder Schadenfreude.

Was ist denn jetzt los?, dachte die Hexe, als sie ein kleines Mädchen tatenlos weiterziehen ließ, ohne auch nur den Anflug von Appetit zu verspüren. Sie wusste nicht, wovon sie sich nun ernähren sollte und begann aus lauter Ratlosigkeit Kräuter zu sammeln.

Wie schrecklich, dachte die Hexe, da werde ich auf meine alten Tage noch eine Kräuterhexe!

Die Kräuter bekamen der Hexe nicht, und sie wurde schwach und hinfällig. Wenn ich doch bloß wieder Kinder essen könnte, dachte die Hexe, doch jedesmal, wenn ein verirrtes Kind durch den Wald lief und schrie, dann winkte sie es zu sich her, nur um ihm den Weg ins Dorf zurück zu zeigen. Sie verstand sich selbst nicht mehr. Sie hielt die Sache für einen üblen Trick der Waldgeister, die noch eine alte Rechnung mit ihr offen hatten und sich offenbar einen Spaß daraus machten, sie in die Irre zu führen.

Eines Tages sammelte sie lauter alte Brotkrumen, die jemandem aus der Tasche auf den Weg gefallen sein mussten. Ein Stück nach dem anderen steckte sie sich in den Mund  und folgte der Spur, bis sie vor eine kleine Holzhütte kam. In der Holzhütte, am Fenster, saßen ein Mann und eine Frau, und sie weinten beide bitterlich.

„Ach, wenn doch nur unser Hänsel wieder käme, ach, wenn doch nur unsere Gretel wieder käme“, schluchzten sie und schlugen die Hände vor ihre Gesichter, so dass die Tränen zwischen ihren Fingern hervorquollen.

Die Hexe trat vor das Fenster, und weil sie dem Hänsel seine handgestrickte, rote Wollmütze auf dem Kopf trug, die ihr so sehr gefallen hatte, dass sie das gute Stück nicht hatte verbrennen mögen, wie sie es sonst mit den Kleidern der Kinder getan, die sie verspeist hatte, starrte die Frau sie ganz erschrocken an.

„Hört auf zu weinen!“, rief die Hexe durch das Fenster hinein. Das Gegreine der beiden Leutchen ging ihr auf die Nerven.

„Euren Kindern geht es gut“, rief sie. „Sie sind in einem fernen Land, wo sie Brot und Milch und Käse und Würste in Hülle und Fülle haben. Sie werden nie mehr durstig sein, nie mehr werden sie Hunger leiden.“

Der Mann erhob sich, öffnete die Tür und trat langsam heraus. Dicht vor der Hexe blieb er stehen. „Wo sind sie?“, flüsterte er so leise, dass die Bäume vor Angst erzitterten. „Wo sind meine Kinder?“

„Ach, es ist alles nur ein Missverständnis“, rief die Hexe. „Ein schreckliches, schreckliches Missverständnis!“ Sie trat einen Schritt zurück. Was für ein undankbarer Kerl war das! Hatte sie sich nicht extra auf den Weg zu seinem Haus gemacht und ihm und seiner Frau tröstliche Worte zugesprochen, ganz wie eine echte Kräuterhexe?

Schnell wollte sie ihn mit einem Zauber beruhigen, aber da hatte der Mann sie schon gepackt und ihr den Hals umgedreht.

(31. Oktober 2013 im Fernbus von Berlin nach Tübingen)

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Das Märchen vom Froschprinz

Dienstag. Es war einmal ein Prinz, der wusste ganz genau, dass er einmal ein Frosch gewesen war, aber alles, woran er sich erinnern konnte, waren Dunkelheit und Nässe.

Er wusste auch, dass eine Prinzessin ihn geküsst und dass er daraufhin einen unvorstellbaren Schmerz empfunden hatte, und dann war er auf einmal ein anderer gewesen. Ein Prinz.

An die Prinzessin konnte er sich kaum noch erinnern. Das einzige, was die verschwommenen Bilder seiner Erinnerung hergaben, waren ihre roten Haare. Manchmal versuchte er, auf seiner samtbezogenen Chaiselongue über sie nachzudenken, denn es war ihm, als sei er durch ein unsichtbares Band mit ihr verbunden. Doch der Prinz wurde vom Nachdenken schnell müde und ganz schläfrig, und er schlief dann meistens ein.

Nach vielen Jahren, als es ihm wieder einmal einfiel, ein wenig nachzudenken, wo diese Prinzessin wohl lebte und ob sie inzwischen ein ältere Dame geworden war, da wurde er ganz zornig, weil sein Nachdenken mal wieder so gar keine Früchte trug. Er nahm ein Blatt Papier und schrieb darauf:

Fick dich selber!

Eigentlich hatte er keine Ahnung, warum er das schrieb, aber es war ihm danach. Dann nahm er einen Umschlag, steckte das Blatt hinein, klebte den Umschlag zu und schrieb die einzige Adresse darauf, die ihm gerade einfiel.

Es war aber die Adresse seiner Prinzessin, die ihr ganzes Leben lang dort gelebt hatte. Manchmal, während sie durch ihren Garten streifte, an dem tiefen Brunnen vorbei, dachte sie an den kleinen Frosch, den sie einst wach geküsst hatte, und an den schillernden Prinzen, der er geworden war, und dann fuhr ihr ein heftiger Schmerz durch die Brust.

Als sie an diesem Morgen ihre Post aus dem Briefkasten nahm, den Umschlag aufriss und das Blatt, nachdem sie es entfaltet hatte, las, standen ihre Gedanken für einen Herzschlag still.

Und dann lachte sie. Und danach weinte sie, weil sie wusste, dass sie ab heute auf sich gestellt war.

*

Und dann fiel ihr ein, dass am Nachmittag die Prinzessinnen der Nachbardörfer kommen würden.

Sie nahm ihren Einkaufskorb und machte sich auf den Weg zum Supermarkt.

*

Und dann fiel ihr ein, dass am Abend ein Wissenschaftler angereist käme, um das Wasser ihres Brunnens zu untersuchen, das ihr seit einiger Zeit nicht mehr bekam.

Sie nahm ihr Heft und einen Stift aus ihrem Sekretär, um alles aufzuschreiben, was der Wissenschaftler über ihren Brunnen herausfinden würde.

*

Und dann fiel ihr ein, dass nichts mehr sie in ihrem Schlosse hielt.

Sie nahm ihre Handtasche und machte sich auf den Weg zum nächsten Immoblilienmakler.

*

Und dann fiel ihr ein, dass ihrem Prinzen nun wieder Froschbeine entstehen würden und dass er bald auch wieder ein Frosch wäre und dass er dann gar nicht mehr schillern würde, weil das Schillern nur an ihr gelegen hatte.

Und sie wunderte sich sehr über ihn.

 

(Montag, 28. Oktober 2013 im Zug nach Berlin)

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Auf der Müllhalde

Montag. Ich helf dir doch gerne, sagt mein bester Freund.

Wir haben meinen Keller ausgeräumt. Unter den Regalen haben wir gewaltige Wollmäuse hervorgekehrt und zusammen mit den Leichen der Kellerasseln im Staubsaugerbeutel beerdigt. Wir haben die Spreu vom Weizen getrennt. Was ausgedient hat, haben wir in das Auto meines besten Freundes gepackt. Wir sind auf die Müllhalde gefahren, haben zwölf Euro bezahlt und alles in zimmergroße Container geworfen: Holzbretter, kaputte Elektroteile, zerbrochene Blumenkübel, Bilderrahmen, Bettzeug, verbeulte Gießkannen, vergammelte Pflanzen, kistenweise Kleinscheiß.

Im Glascontainer, hochoben auf einem Gebirge von Scherbenbruch, schwebte eine wunderschöne Schale vom Durchmesser eines Unterarms. Ich hob sie heraus wie ein Geschenk.

Wir haben Kaffee getrunken und über die verlorene Liebe gesprochen.

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Kalendersprüche

Montag. Boulangertime.

Horst: Übrigens ist mir der dritte Witz wieder eingefallen.

Erzähl!, sage ich und denke an Friedrich, der jetzt wohl gerne dabei wäre.

Horst gibt seinen dritten Witz zum Besten. Leider ist er gar nicht lustig, und ich hab ihn schon vergessen.

Guck mal, sagt Dorle und schiebt mir ein Sprüchekalenderblatt mit Datum von heute zu. Ich lese:

„Persönlich glaube ich nicht, dass Literatur etwas soll.
Kunst ist jene Lüge, die uns das Leben ertragen lässt.“
                                                                     Rolf Vollmann

Rolf, rufe ich, das ist ja von dir!

Rolf lächelt.

Ich starre auf die beiden Sätze. Besonders auf den zweiten. Rolf, sage ich. Erklär‘ das doch mal.

Nö!, sagt Rolf.

Wo haben die das her?, will Dorle wissen.

Rolf zuckt die Schultern.

Wahrscheinlich aus Die wunderbaren Falschmünzer, mutmaßt Dorle stellvertretend für ihn.

Mensch Rolf!, sage ich. Was sagst du denn dazu, dass du im Raben-Kalender zitierst wirst?

Rolf: Ja, das habe ich doch auch erst heute Morgen gesehen. Als ich meinen Raben-Kalender abgerissen habe. Was soll ich schon sagen? Ganz schön geguckt hab ich. Hab das ja nicht gewusst. Haben die mir nichts von gesagt …

Ich: Und wie meinst du das nun? Das mit der Kunst als Lüge?

Rolf: Weiß ich doch nicht! – Und nach einer Pause: Ich glaube, das habe ich nie so geschrieben. Ist das überhaupt von mir?

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Zwei im Bus

Samstag. Ey, dein Uhr da is voll dem Schrott, ey, voll scheiße, ey, kuckstu meins, ey, war rischtisch teuer, ey, is von Karschtadt, kannstu disch gar nisch leisten, ey, is deins voll schrottisch gegen, kuck dem Schwarz da, voll Plastik, voll schrottisch, ey, hier – das is rischtiges Uhr, ey, alles voll dem Edelschdahl, voll edel, ey …

Was ey? Was willstu, ey. Edelschdahl, ey, fick disch, ey.

Was fick disch, ey, was fick disch, isch fick dein Mudder, ey.

Und isch fick dein Mudder und dein Vadder, ey.

Isch fick dein Muder und dein Vadder und dein Schwester ein Milliondreimilliarde Mal, ey.

Isch ein Billion dein Vadder, ey …

Mudder, ey …

Vadder …

Mudder …

Vadder …

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Inspiration

Donnerstag. Manche Menschen sind ja so inspirierend! Die sehen einen bloß an mit ihrem verträumten Blick aus ihren verträumten Augen, und eine ganze Welt geht auf. (Und mein Herz dazu.)
Andere sind: Die pure Immanenz. Schlafen, essen, arbeiten. Da geht gar nichts auf, und der Schritt wird einem schwer. Fragt sich nur, ob die verträumten Augen nicht die reinste Projektion sind. Weil ich doch so gerne mal wieder abheben möchte …

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Hoffnung

Donnerstag. Ja klar, sagt der berühmte C.B.

Ich bin sprachlos. Der berühmte C.B. sagt einfach ja klar. Er wird mit dem Fahrrad her kommen. Er ist mit allem einverstanden. Er wünscht sich was Gutes zum Essen, da muss ich mich aber mal so richtig anstrengen. Was Gutes zum Trinken wird er sicher auch zu schätzen wissen. Ich werde also C.B. interviewen, bei mir zu Hause, an meinem Esstisch. OmG! Das gibt mir Hoffnung, dass es mit meinem Projekt aufwärts geht.

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Klemens findet …

Dienstag. Klemens findet, dass ich ein Rückführungsseminar machen soll.
Lilli findet, dass wir schon lange nicht mehr joggen waren.
Olli findet, dass ich mal wieder meine berühmte Bowle machen könnte.
Wolfgang findet, dass ich einen Scanner brauche.
Heidi findet, dass wir uns morgen treffen sollen.
Julia findet, dass wir uns die Arbeit teilen können.
Susanne findet, dass ich mich mit Knäckebrot zufrieden gebe, statt Vollkornbrot zu verlangen.
Johannes findet, dass ich Flashplayer neu installieren muss.
Claudia findet es Scheiße, dass ich die Kehrwoche vergessen habe.
Helmut findet meine Augen schön.

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Zimmer zu vermieten

Donnerstag. Hallo, ach, das hier?

Ist das das Zimmer? Schön, darf ich mal raus, auf den Balkon? Is ja nich gerade das Paradies der Ruhe, klar, Hauptverkehrsader, und diese Verbrennungsmotoren, das ist die Geißel der Menschheit, die Verbrennungsmotoren, gucken Sie sich das doch mal an, menschenfeindlich ist das mit der Straße, darüber schreibe ich, nee, nich in der Zeitung, schon eher für mich so, ich schreib Hasspamphlete, über Verbrennungsmotoren zum Beispiel, über Kernkraftwerke, das ist auch so ein Thema, also eigentlich suche ich schon mein ganzes Leben nach einem ruhigen Zimmer, dahinten bin ich übrigens aufgewachsen, da in der Siedlung beim Männerwohnheim ganz in der Nähe, ich kenn‘ das hier alles wie meine Westentasche, und da den Abhang runter sind wir gerodelt, wahrscheinlich werde ich auch noch den Rest meines Lebens suchen, weil es das nämlich gar nich gibt, so ein ruhiges Zimmer, wie ich es suche, wo du das Fenster aufmachen kannst und die Ruhe kommt rein, das gibts nich, so menschenverachtend, wie die Leute hier leben, ein Auto am anderen, gucken Sie sich das an, gucken Sie das Haus an, in dem ich lebe, da hat der Hagel das Dach runtergerissen, so ist das gebaut, weil die Architekten alle gestört sind, voll der Hagelschaden, darüber schreibe ich auch, über geisteskranke Architekten, über Kernkraftwerke, über Verbrennungsmotoren, darüber gehen meine Hasspamphlete, über diesen ganzen Schwachsinn, über diesen Wahnsinn hier, diesen menschenverachtenden.
Was, auf dem Land? Ja, ich lebe auf dem Land, aber da ist es auch nich leiser, da kommen nämlich die Traktoren übers Feld gebrettert einer nach dem anderen, und das Feld geht bis ans Haus ran, bis ans Schlafzimmerfenster, bis ins Bett, das ist, das ist – wie wenn der Traktor dir übers Bett fährt. Menschenverachtend.

Veröffentlicht unter 2013