Everything is changing

Donnerstag. Am Abend kommt Christiane, wir holen uns Pizza und Salat und das gute Häagen Dazs und trinken Sekt dazu, den sie mitgebracht hat, und sie erzählt von ihren Ängsten, was bei ihr ein Running Gag ist, weil sie alles, was sie tut oder nicht tut, auf ihre Ängste zurückführt. Ich finde sie toll. Sie ist anders. Offen. Und hübsch. Sie arbeitet viel und gerne. Sie ist kreativ auf diese unbeirrbare Weise, die ich so schätze. Sie hat mein Manuskript dem Verleger vorgestellt, für den sie arbeitet. Am Samstag treffe ich mich mit ihm zum Arbeitsessen! Inzwischen interessieren sich mehrere

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Adventsmathematik

Dienstag. 3 mal 24 Adventspäckchen verpacken, das sind 3 Abende Denken an meine 3 Allerliebsten, an die 3 Menschen, die das Beste in meinem Leben sind. 24 Tage freue ich mich jetzt, dass sie sich freuen … Schenken ist an jemanden denken. Und danken. Dass es sie gibt …

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Nichts gelernt aus Contergan

Montag. Missbildungen an Kopf und Gliedmaßen bei neugeborenen Tieren und Menschen nach Verwendung von Glyphosat! Was die neuen Agrartechnologien besonders in Argentinien ausrichten, wo das Pflanzengift hemmungslos gesprüht und gespritzt wird, zeigt diese wirklich bestürzende Dokumentation. Als hätte es nie einen Contergan-Skandal gegeben!

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On The Road Again

Sonntag. LTT-Premiere gestern Abend mit Heiner Kondschaks Roadmovical On the Road again, die Geschichte einer Band und deren Wirkungsstätten, was die Dörfer zwischen der B27 und der A8 sind: Fetzige Cover-Rocksongs und ein paar Originale direkt aus Kondschaks Feder, zusammengehalten von einer erstaunlich lahmen Story ohne Spannungs- und Wendepunkte. Trotzdem gute Stimmung sowohl im Saal, was an dem musikalischen Multitalent Kondschak liegt, als auch anschließend in der LTT-Kneipe, was auf die vorzügliche Pizza und die vorzüglichen Hugos bzw. tschechischen Biere zurückzuführen ist. Bis früh um zwei versackt …

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Glyphosat und die Spur des Geldes

Samstag. Die Tatsache, dass Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) vor dem EU-Berufungsausschuss in Brüssel pro Glyphosat gevotet hat, obwohl er sich laut Koalitionsvertrag hätte enthalten müssen, ist ein Skandal. Nicht nur, weil Schmidt mit seinem Alleingang dazu beigetragen hat, dass das Totalherbizid fünf weitere Jahre unsere Lebensmittel und Böden vergiften darf. Sondern weil das Lobbyistentum sich einmal mehr gegen demokratische Grundregeln durchsetzt. Der Vorfall – von Merkel gerügt: „Das darf aber nicht nochmal vorkommen!“ – hinterlässt bei mir und offenbar auch bei vielen anderen Bundesbürger*innen das üble Gefühl, nichts mehr auszurichten gegen die Wirksamkeit einer Wirtschaftsarmada, die blind der Spur des

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Von Leuten und Lichtern

Samstag Morgen einkaufen gehen, also echt gehen so slow-motion-mäßig in dieser Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier-Stimmung, mit Leuten quatschen, wo es die besten Brötchen gibt – OmG, die allerbesten hat natürlich Café Lieb! -, der rumänische Bettler, der seit gefühlten hundert Jahren in der Unterführung steht und friert und so freundlich grüßt wie jeden Tag und ich sehe, dass ihm noch ein Zahn mehr fehlt, so würdevoll dankt er für das Münzgeld, dass allein das schon Grund genug ist, die Ampel springt auf Grün, das übliche Gerangel Radfahrer vs. Fußgänger, am Postschalter Minitalk mit meinem Lieblingspostler, der sich erstmal informiert, für wen das Päckchen

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Wochenbegegnungen

Dienstag. W. plant schon wieder das Weihnachtsessen. Es geht, das übliche Spiel, um Kartoffelsalat vs. Huhn mit irgendwas Indischem oder Französischem. Seit neuestem wandelt er auf Witzigmanns Spuren. Beate hat große Pläne und ich bin für fast alle zu haben. Wenn nur die Hälfte davon klappt … Ella zickt rum, ich glaube, sie kann mich nicht leiden, während Beate meint, sie hat Schmerzen und schluckt zu viele kleine, rosa Pillen. Susannes Kartoffel-Birnen-Gratin gestern Abend war so famos, dass ich das Rezept direkt fürs nächste WE abgespeichert habe. PM ist vom Schreibvirus erfasst. Manchmal schreibt er wissenschaftliche Artikel für med. Fachverlage.

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I bims – die Rache der Kreativen

I bims ist keine bayrisch-klingonische Wortschöpfung, sondern das am 17. November von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ausgelobte Jugendwort 2017. I bims ist Vong. Vong ist Spaßsprache, so: Dein ewige rumgelügen ist nur 1 Tropfem auf dem heißen Brei. In Vong wird viel verwechselt. Vor allem n mit m. Aber auch sonst vieles. Halbe Sprichwörter mit Hälften von anderen Sprichwörtern. Das komplette Programm des Deklinierens und Konjugierens ist Vongianern eine kreative Herausforderung. Ganz zu schweigen von den Sprachanleihen, denn viele Vong-Wörter kommen vong Englisch her. Vong ist also ganz schön schwierig und, sozusagen, nichts für Doofe. Als ich vor zwei Tagen den o.g.

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