Gibts nicht mehr

„Kahn war der einzige Mensch …, der überhaupt mal von Godard oder Bardot gehört hatte. Die Quinosset High war nicht dafür bekannt, die Hochkultur zu pflegen. Da legte man Wert auf standardisierte Testvorbereitungen und Auskennerei im Web 2.0. Die postgeisteswissenschaftliche Ära: alles nur noch technisches Training und Multiple Choice. Sie fütterten uns mit gameshowartigen Portionen kontextunabhängigen Wissens, lehrten uns, mit unseren HB-Bleistiften die richtigen Kästchen anzukreuzen. Kein leidenschaftlicher und abgedrehter Englischlehrer mehr … (Club der toten Dichter, 1989) -“ (S.25)

schreibt Adam Wilson in Flatscreen vom Metrolit-Verlag. Eine Zeitlang habe ich mir viele Bücher von Metrolit zugelegt & alle supergerne gelesen (Süßer König Jesus von Mary Miller …), weil sie zeitgeistig und tiefgründig, weil Speed und Melancholie darin vereint sind. Und jetzt erfahre ich, dass es Metrolit nicht mehr gibt. Gibt es so was?

Flatscreen wird bei amazon.de für 6,95 € verscherbelt, dieses großartige und wunderschön aufgemachte Buch von diesem großartigen Autor, der Creative Writing an der New York University lehrt und schreibt wie ein junger Wilder, was er ja auch ist …