Manche Dinge …*

Sonntag. Wenn sich ungefragt einer, oder kann auch eine sein, vor dir aufbaut und irgendwelchen Müll ablässt, und du musst jetzt irgendwas tun. Was sagen oder irgenwie gucken oder lachen. Lachen passt in den meisten Fällen, da gewinnst du Zeit und kannst noch überlegen. Oder ne Frage stellen, Fragen passen auch meistens. Ich frage dann, wie meinst du das?, obwohl es mich überhaupt nicht interessiert, wie einer seinen Müll meint, oder: Warum sagst du das? Die zweite Frage finde ich inzwischen richtig gut. Die Leute schauen dich an und wissen nichts zu erwidern. Die Leute wissen nämlich nicht, warum sie was sagen oder tun. Eins zu null für mich!, denke ich dann, obwohl es korrekt heißen müsste: Eins zu eins für beide, weil ja vorher schon was vorgefallen ist, weshalb ich meine Frage überhaupt gestellt habe. Ich denke aber lieber, eins zu null für mich, yeah!, und fühle mich in dem Moment wie eine, der das Siegen in die Wiege gelegt worden ist. Was natürlich dem echten Leben in keiner Weise entspricht, aber trotzdem. Vielleicht kommt das ja irgendwann mal, wie manches kommt, wenn du ganz fest daran glaubst. Ich glaube aber nicht daran. Aber das sage ich niemandem. Wie ich auch niemandem sage, dass ich manche Dinge nicht verstehe.
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*Schreibübung Impulssatz: „Manche Dinge verstehe ich nicht.“