Trumps Krokodilstränen

Donnerstag. Trump betet mal wieder. Öffentlich und öffentlichkeitswirksam. Er betet für die jüngsten siebzehn Opfer eines Schulamoklaufes in Florida, für den er und seine politische Kaste direkt verantwortlich sind. Amokläufe dieses Ausmaßes gibt es nur in den Vereinigten Staaten, wo es für verkorkste Jungs ein Kinderspiel zu sein scheint, sich ein umfangreiches Waffenarsenal zu beschaffen, als zögen sie in den Krieg. Tun sie ja irgendwie auch. Es ist der neunzehnte Vorfall mit Schusswaffen an Schulen allein in diesem Jahr. Das Jahr ist erst sechs Wochen alt. Trump lässt sich unterrichten, erfahren wir weiter. Über die Lage in Florida. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen“, lässt er aus dem Weißen Haus verlauten. Und wieder fließen die Krokodilstränen der Waffenlobby.