Sonntag. Scheiß auf die paar Milliarden, sagt sich Merz und verzichtet.
Die Rückerstattung für deutsche Ukrainehilfen bleibt im EU-Topf für Ukrainehilfe, der schwurbelige Name für diesen Topf lautet übrigens Europäische Friedensfazilität oder EPF, falls das jemanden interessiert. (Mich schon, Sprache ist auch Machtmittel. Ständiges Neuschöpfen oder Umbenennen oder auch Abkürzen von Begriffen – wenn es beabsichtigt ist, und es ist beabsichtigt – induziert Nichtwissen, Nichtwissen induziert Ausgeschlossensein, Ausgeschlossensein induziert Schuldgefühle. Und Angst. Schlimmer noch: Die Angst vor der Angst. Nimm dem Menschen die Sprache, und er wird zum Kadaver. Der Kadaver leistet Kadavergehorsam. Er merkt es nicht einmal. Er ist viel zu ermüdet, um noch teilzunehmen …)
Wer 43,3 Milliarden Euro an ziviler Hilfe und 57,6 Milliaren Euro für militärische Unterstützung an die Ukraine abgeliefert hat, davon 11, 6 Milliarden allein im Jahr 2026, der kann sich das wohl leisten und es ist ja auch nicht Merz‘ Geld, das da so generös herausgerückt wird. Der Mann muss einem nicht leidtun.
Die unwissende, aber interessierte Bürgerin versucht zu verstehen: Die Ukraine ist gerade knapp bei Kasse, ihr fehlen nach Angaben ihres Verteidigungsministers rund (!) 27 Milliarden US-Doller, um ihren Finanzbedarf zu decken.
Okay, das ist ein Argument!