Sonntag. Auf der Gartenparty zum Geburtstag von S. sind Leute, die es selbstverständlich finden, dass wir auch da sind, PM und ich, und wir finden das inzwischen auch. Wie S. aus der alten Villa herauskommt, Schüsseln in den Händen, freundlich wie immer: schön, dass ihr gekommen seid, das ist ein gutes Gefühl.
Vielleicht arbeiten wir bald zusammen. Es gibt da so ein Projekt, und ich stelle es schon bei verschiedenen Schularten vor, erzähle von kultureller Beteiligung und Selbstwirksamkeit und davon, dass man im Schreiben immer auch etwas über sich selbst erfährt.
Erschreckt sieht eine auf. Eine andere ist ins Handy vertieft, die dritte schüttelt missbilligend den Kopf, eine lächelt, der Rest schweigt. Die mit dem Lächeln ist mein Anker.
Mal sehen. Ich leiste keine Überzeugungsarbeit, gehe nicht mehr gegen Widerstände an. Ich bin kein Prophet im eigenen Land. Vielleicht wird es was, vielleicht nicht. Ich mache nur noch, was mir Spaß macht.