Bundeskanzler Scholz schüttelt dem saudischen Mörderprinzen Mohammed bin Salman die Hand und lächelt etwas aufgesetzt, MbS grinst fies. Was soll das werden?
Den Mord an Khashoggi habe Scholz pflichtgemäß angesprochen, wie wir aus der Tagesschau erfahren können: „Wir haben alle Fragen besprochen, die sich um Fragen von Bürger- und Menschenrechten drehen. Das gehört sich so. Und da können Sie von ausgehen, dass nichts unbesprochen geblieben ist, was zu sagen ist.“
Für die Durchführung des widerwärtigen Verbrechens im Oktober 2018 erklärten die US-Geheimdienste den saudischen Prinzen als Drahtzieher, dafür wurde er eine Weile international geächtet. Aber jetzt Schwamm drüber. Es geht ja nicht nur um den Ausbau der Wirtschafts- und Energiekooperation, sondern auch um „eine regelbasierte internationale Ordnung.“ Da muss man den in Säure aufgelösten und spurlos entsorgen Khashoggi auch schon mal beiseite schieben dürfen, ebenso wie die Missachtung der Menschenrechte, die massenhaft angewandte Todesstrafe und die gesetzlich verankerte Diskriminierung des weiblichen Bevölkerungsanteils Saudi Arabiens. Emmanuel Macron, Boris Johnson und Joe Biden waren schließlich auch schon alle da. Der Prinz hat gut grinsen, er ist zurück .
Was lehrt das die bundesdeutsche Bürgerin, die Kinder, Jugendlichen, die Alten? Der Weg ist nicht das Ziel. Das Ziel ist das Ziel, auf den Weg kommt’s nicht so an. Oder: Der Zweck heiligt die Mittel. Das ist die Wertebasiertheit der feministischen Ampel-Außenpolitik, und wer das nicht kapiert, der hat ein Problem.
Welche Verträge über die saudische Gaslieferung nach Deutschland genau abgeschlossen werden, scheint noch unklar. Scholz‘ Reise geht weiter. Habecks Diener für eine neue Energiepartnerschaft war noch nicht tief genug, der Kanzler wird morgen auch in den VAE und in Katar Hände schütteln.