Lieblingsstelle

Montag. Heute ist ein schöner Feiertag. Ohne ihn, ohne die deutsche Wiedervereinigung würde es PM und mich nicht geben.

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Meine Lieblingsstelle aus dem Interview mit dem Juniorunternehmer Maximilian Hillmann, das ich gerade endredigiere:

„Ich bin mit Sicherheit keine Vorbildperson, ganz bestimmt nicht. Aber ich wundere mich oft, wie viele Menschen so unglaublich viel Zeit auf sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok und so verbringen, um die Fotos und Videos von anderen Personen zu konsumieren. Diese Menschen leben meiner Meinung nach das Leben von jemand anderem. Das ist schön, und vielleicht löst es psychologisch gesehen sogar ähnliche Glückshormone aus, eine andere Person zu feiern, wie wenn ich das alles selbst erleben würde. Das gleiche gilt fürs Gaming: Letzten Endes, wenn ich abends ins Bett gehe, habe ich doch überhaupt nichts erreicht. Ich habe nichts hinterlassen! Ich habe das Leben von anderen Menschen oder Figuren mitgelebt, aber das ist keine Erfüllung. Es ist nur Ablenkung.

Man merkt es direkt bei jüngeren Mitarbeitern. Die sind teilweise schon gar nicht mehr in der Lage, eine längere Aufgabe konzentriert durchzuführen. Die sind in der digitalen Welt gefangen: wer hat was Neues gepostet, wer reist wohin, wer hat sich was angeschafft, wer hat was mit wem. Das blockiert dich völlig, und du bist überhaupt nicht mehr bei dir selbst.

Wenn das eigene Leben nicht so ist, wie man es sich erträumt und wie man es gerne hätte, dann finde ich, muss man das erstmal so akzeptieren, um sich im nächsten Schritt darauf zu besinnen, was man ändern könnte. Dazu musst du dich aber auf dich selbst konzentrieren. …“

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Der nächste russische Oligarch ist tot. Mit was für einer grotesken Hemmungslosigkeit der Kreml darin vorgeht, Unbequeme / Unfähige what ever zu beseitigen. Und die Welt sieht zu und alle wissen Bescheid.

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Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Ampelregierung nun doch Waffenlieferungen nach Saudi Arabien zugestimmt. Wertegeleitete, grün-feministische Außenpolitik außer Rand und Band. Gerade die Grünen hatten sich bis zuletzt definitiv gegen Rüstungsexporte an die islamistischen Golfdiktaturen ausgesprochen. Doppelmoral und Scheinheiligkeit sprechen aus Baerbock, wenn sie die Exporte jetzt damit rechtfertigt, dass die Waffen „nicht zur inneren Repression genutzt werden können.“ Nein, aber für den Krieg im Jemen mit bisher 400.000 Opfern, allen voran Frauen und Kinder, seit nunmehr sieben Jahren.