Samstag. Der selbstverliebte Blick in den Spiegel, hervorgerufen durch irgendeinen sensationellen Fummel aus irgendeiner sensationellen Boutique, ist selten geworden. Mir steht nicht mehr alles. Das erleichtert die Qual der Wahl – suche das Gute im Schlechten – und es ist gleichzeitig traurig. Na ja, nicht wirklich traurig. C‘ est la vie, so irgendwie.
Wenn ich mir meine liebe L. anschaue und wie viel toller alles an ihr aussieht, freue ich mich an ihrer Schönheit. Ob sie es weiß? Wenn ich es ihr sage, guckt sie genervt. Sie interessiert sich nicht für Mode und für Äußerlichkeiten. Sie setzt in die Praxis um, wovon ich / wir in einem anderen Äon (fast) nur phantasiert & theoretisiert haben. Sie ist ein Teil von mir. Genau wie mein lieber T. Niemand wird mich je so stark berühren wie meine starken, klugen, mutigen Kinder. Denke ich an sie, zieht sich mein Herz zusammen. Aus Sorge und aus Liebe.