REWE aktuell

Mittwoch, B.N. Hatice, die ich durch PM kenne, kann vor lauter Weinen nicht arbeiten. Ihr Schwiegersohn ist ermordet worden, von einer vierköpfigen Gang auf dem REWE-Parkplatz in S.
Ein kurzes Wortgefecht war dem Angriff vorausgegangen. Darauf stach ein 18-Jähriger mit seinem Jagdmesser zu. Unmittelbar vor der Tat hatten die vier Jugendlichen schon zwei Schüler abgezogen, nachdem sie die beiden gezwungen hatten, Geld von ihren Konten abzuheben. Auch die Schüler verletzten sie mit dem Messer.
Hatices Schwiegersohn war mit einem Freund zum Einkaufen unterwegs, nichts deutete darauf hin, dass er an dem Abend durch einen Stich ins Herz sterben würde. Der Freund wollte den Blutfluss stillen, aber es war zu spät. Der Freund ist seit dem Vorfall in der Psychiatrie, die Ehefrau leidet unter Schuldgefühlen, weil sie sich am Morgen nicht richtig von ihrem Mann verabschiedet habe, sie, der Freund und der Bruder des Getöteten sind seither arbeitsunfähig. Zwei bzw. drei Familien versuchen, mit dem Unglück, mit der totalen Sinnlosigkeit des Unglücks, fertig zu werden.
Die online-Ausgabe der Regionalzeitung fügt dem Bericht über den Vorfall eine REWE-Werbung mit den tagesaktuellen Sonderangeboten an.