Dienstag. Statt Spinnenplage (durch Fenstergitter abgewehrt, GSD) jetzt also Schneckeninvasion.
Wie in Hitchcocks „Vögel“ – nur eben Schnecken – kriechen sie aus allen Ritzen. Langsam, aber beharrlich, zieht eine ganze Armee aufs Haus zu. Es ist sechs Uhr morgens, eine Stunde noch, dann muss ich los. Ich sehe raus und stelle mir den Slalom vor, den ich gleich vollführen werde, und trotz allem Aufpassen das Drauftreten, dieses Geräusch, diese Schleimkatastrophe. Als ich das nächste Mal nachschaue, kriechen sie bereits die Hauswand und über die borstige Fußmatte drüber die Fensterscheibe hoch, überall ihre krakeligen, im Morgenlicht glitzernden Ewigkeitsspuren zurücklassend. Was wollen die hier? Sterben? In der Dachrinne?
Manche knäulen sich übereinander, die Lebenden fressen die Toten, Zermatschten auf. Mein Gott, kann Natur eklig sein!