Dienstag. Zuerst opfert unser hochtalentierter BuWiMi Habeck seine Parteifreund*innen Ricarda Lang und O. Nouripour, jetzt opfern die SPD-Häuptlinge Kevin Kühnert. Beide Vorgänge hinterlassen das ungute Gefühl von Zerbrechlichkeit. Die Regierung aus den Fugen, die Wirtschaft im Abwärtstrend. Es gibt keine ermutigenden Impulse. Es scheint nicht zu funktionieren, die über dem Land wabernde Depression in den Griff zu bekommen. Wie kann eine Partei einen so talentierten, rhetorisch superfitten analytischen Denker wie Kühnert ziehen lassen? Die interessierte, aber unwissende Bürgerin vermutet: Der Job des Generalsekretärs hat ihn komplett verbogen, jedenfalls ist von seinem Alleinstellungsmerkmal, der unbeschwerten großen Klappe, nicht mehr viel übrig. Wie lange hält ein Mensch das aus? Dann wird man krank, und so begründet Kevin Kühnert seinen Abgang. Schade. Er ist einer der ganz wenigen Politiker, die ich mag.