Sonntag. Die Angst vor Sahra Wagenknecht muss groß sein, wenn der Feuilleton-Aufmacher der FAZ von Christian Geyer (5.4.23, zum Glück hinter Bezahlschranke) der Politikerin nicht anders Herr zu werden meint, als ihre Person in primitivster Manier zu sexualisieren. Hemmungsloser Hass treibt ihn, wenn er Wagenknecht wortwörtlich in die „Luder“-Ecke stellt. Eine Frau, die politisch Einfluss hat und dazu auch noch mit ihren Büchern Geld verdient (was dem vor Neid ganz gelben Geyer offenbar nicht gelingt), kann nur ein ganz und gar böses, durchtriebenes, mit den Mitteln der Verführung agierendes Weib sein. Ein Luder eben. Armes Geyerlein: ich dachte, diese Denke incl. des sich selbst entlarvenden Vokabulars sei seit 50 Jahren überwunden. Aber der Dinosaurier-Männlichkeitswahn überwintert in Geyer-Hirnen offenbar Jahrzehnte – und die FAZ hat keine Lektor*innen, um solchem Unsinn Einhalt zu gebieten?
Fazit: Eine Zumutung!