Sonntag. „Ob wir etwas gebrauchen können?“, fragt er.
Wegen der großzügingen Einladung, uns in seinem Haus umzuschauen und etwas auszusuchen, sind wir gestern nochmal nach Hamburg zu meinem Patenonkel U. gefahren.
Wie schmerzlich es für ihn sein muss, zwischen all seinen geliebten Sachen umherzugehen und sie uns (der Verwandtschaft) zu überlassen, das lässt er sich nicht anmerken. Er rationalisiert den Schmerz weg: „Wir sind dabei, uns zu verabschieden.“
Ich stehe auf Altes, auf Familienstücke, und so habe ich Fotos, Bilder, aber auch Gläser und Geschirr mitnehmen dürfen. Und Bücher aus seiner beeindruckenden Bibliothek. Aus jedem Buch flattern Postkarten und Zeitungsausshnitte. Dieselbe Angewohntheit habe ich auch. Manchmal ist das, was da herausflattert, interessanter als das Buch selbst.
Eine ganz wundervolle Art des Abschiednehmens. Versöhnlich. Einverstanden nach einem langen, guten Leben.
Das möchte ich nicht vergessen.