Dienstag. Dann gibt es Tage, da frage ich mich am Morgen, wie das alles reinpassen soll zeit- und kräftetechnisch, und weißt im gleichen Moment, dass bis Mitternacht immer alles geschafft ist, irgendwie. In dem Fall Korrigieren, digitale Noteneingabe, Abgabe der Prüfungsaufgaben für die mündlichen Prüfungen auch noch heute, denn morgen gehts schon wieder nach Tübingen.
Ja, das habe ich davon: zum ersten Mal erlebt die Regelschule freiwillige mündliche Prüfungen im Fach Ev. Religion. Eine Bedingung knüpfe ich daran: Jugendbibel kaufen und einmal komplett durchlesen. Um als kirchenfern Sozialisierte nach gerade mal einem Jahr Religion Mose und Jesus nicht zu verwechseln.
Gekauft haben sie sie schon, ich bin ganz gerührt, wie die coole Truppe stolz das leuchtend gelbe Laubi-Exemplar aus den Rucksäcken zieht.
Da müssen wir nun durch. Ich packe die Schokobrötchen vom besten Bäcker am Ort aus, zwischen Korrigieren und Noteneingabe gibts noch ein zweistündiges Repetitorium über den Stoff vom ganzen letzten SJ. Die Ärmsten, nach sechs Stunden Unterricht sind ihre Schädel randvoll, aber hey Leute!, was soll ich sagen, auch mein Tag ist noch lange nicht zuende.