Donnerstag. Gut, dass wir in Deutschland maßgebliche Leute wie Ahmad Mansour haben, die aus dem arabischen Raum kommen und uns über Islamismus und florierenden Antisemitismus informieren und vor den Auswüchsen warnen können, wie gestern Abend bei Lanz.
Merkwürdig, dass viele PolitikerInnen und überhaupt sehr viele Menschen diese Warnungen von Insidern komplett ignorieren. Mansour ist ein in Israel aufgewachsener Araber. Er hat den Israelhass mit der Muttermilch aufgesogen, sich aber als Erwachsener intellektuell und emotional davon emanzipiert. Wenn einer die Hintergründe des Islamismus kennt, dann er.
Von manchen Gruppierungen, vor allem aus der Linke-Partei, wird er in die rechte Ecke geframt. Warum? Ist mir unbegreiflich. Mansour ist für mich einer von den guten Linken. Nämlich einer, der sich Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Menschenrechte auf die Fahne geschrieben hat. Aber so läuft gerade der Diskurs. PolitikerInnen tun nichts anderes als über die AfD zu wettern und zu lamentieren, anstatt endlich in die Hände zu spucken und eine Vision für unser Land zu entwickeln, das leider in Rechthaberei und Resignation zu versacken droht.