Mittwoch, Tübingen. Özi hat gewonnen, Hagel verloren. Womit, weshalb, warum?
Özdemir „kann’s“, hält „Klaren Kurs in unruhigen Zeiten“, kennt sich mit Wirtschaft und Klima aus. Deshalb war er ja auch so ein großartiger Landwirtschaftsminister. Dass er für die Grünen steht, fällt in diesem rein strategischen Wahlkampf unter den Tisch. Bis auf die lemongrüne Schrift ist auf den Plakaten nichts grün. Ist wohl zu unbeliebt, seine Partei, aber Özdemir ist beliebt. Noch eine kleine Videoschnipsel-Schmutzkampagne gegen den unbedarften CDU-Kontrahenten in die Social-Media-Kanäle gespielt – Manuel Hagels Opa-Spruch vonwegen rehäugiger Schülerin, der fällt ihm jetzt, millionenfach geteilt, auf die Füße – und die Würfel sind gefallen. Die nächsten Jahre regiert Grün-Schwarz statt Schwarz-Grün. Aah nee, Kretschmann war ja auch Grüner, konnte man nur manchmal vergessen – so what, alles wie gehabt.

