Dienstag. Mein Autorenfreund Klemens Ludwig ist gestorben. Ich erfuhr es zufällig, durch eine Nachricht, die ich ihm schrieb und auf die mir sein Schwiegersohn mit der traurigen Mitteilung antwortete.
Inhaltlich waren wir in ganz verschiedenen Welten unterwegs, aber mental auf einer Ebene. Wenn es mir schlecht ging, reichte ein Kaffeetrinken mit ihm, und die Welt war wieder in Ordnung. Nachhaltig in Ordnung, das hatte er drauf. Ich bin sehr traurig. Die Welt (und ich) hätten Klemens Ludwig noch gebraucht.
Erneute Absage für meinen Roman. Check und weg, Misserfolge hake ich ab wie nichts. Wenn er irgendwann mal gedruckt werden sollte, was absolut nicht sicher ist, dann werde ich heulen. So war es schon bei meinem ersten Roman: 60 Ablehnungen nickte ich ab, als hätte er / als hätte ich es nicht anders verdient. Als endlich der Zuschlag von Goldmann kam, brach ich zusammen. Und als er einen Monat nach Veröffentlichung direkt in die 2. Auflage ging, verstand ich die Welt nicht mehr. Er war also wirklich gut?
Inzwischen habe ich wieder eine wunderbare Zusage für das nächste Interview erhalten. Der Februar und März werden aufregend, soviel steht fest. Tolle Begegnungen mit tollen Menschen erwarten mich.
Diese Woche ist meine letzte Woche in Vollzeitarbeit. Paradigmenverschiebung: Das „Amt“ tritt in die zweite Reihe. Das Schreiben in die erste. OMG!, wie lang habe ich darauf gewartet …