Mittwoch. Juhuu!, endlich liefern wir den Leopard. 14 Stück, und Polen, Finnland, die Niederlande und Spanien wollen auch liefern, während die USA sogar ankündigen, gleich 30 Panzer in die Ukraine zu schicken.
Kaum ist die Nachricht durch, fordern Selenski und der superproletige Melnyk Langstreckenraketen und Kampfjets aus Deutschland.
Wahnsinn! Mir wird, während ich das eben Gehörte niederschreibe, kalt vor Angst.
Ob diese Entscheidung richtig ist, werde erst die Zukunft zeigen, kommentiert die Sprecherin.
Ja, wenn wir uns das leisten können, dann hoffen wir eben auf die Zukunft und darauf, dass Putin einmal nicht konsequent ist. Was allerdings allen bisherigen Wahrnehmungen widersprechen würde, kündigt Putin doch immer unverblümt an, was er vorhat. Und was das ist, für den Fall, dass der Westen sich in den Ukraine-Konflikt einmischt, hat er ja von Anfang an mehr als deutlich gesagt.
Wie weit wollen wir den Bogen noch überspannen? Wie heftig wollen wir das Narrativ vom Wirtschaftskrieg, den Putin angezettelt habe, noch abnicken (womit die Schrecklichkeit seines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht relativiert werden soll, Doppelklammer, der aber nicht schrecklicher oder völkerrechtswidriger ist als die Angriffskriege der USA auf Vietnam, Afghanistan, Serbien, Irak, Doppelklammer zu)? Wie lange wollen wir noch so tun, als würden wir dem Verschwörungsmythos von oben aufsitzen, dass Russland Nord-Stream 1 und 2 sabotiert habe – ein Thema, das inzwischen komplett totgeschwiegen wird?
Ich finde das alles nur schwer zu ertragen …