Dienstag. Die Predigt gestern von Papst Franziskus in der Christmette überrascht wirklich niemanden. Seine Botschaft ist so abgegriffen, wie sie an den realen Problemen der Gläubigen und Ungläubigen sämtlicher Kontinente vorbei geht. Das Fossil Franziskus spult erwartbare Worthülsen ab, anstatt wirklich ins Herz zu treffen. Nach Jahrtausende altem Judenhass der katholischen Kirche, nach Jahrtausende altem Vorwurf des Jesusmordes (der ohne die römische Besatzungsmacht nicht stattgefunden hätte), nach Jahrzehnten immer noch ausbleibender Entschuldigung und Wiedergutmachung für den Holocaust und für die aktive wie passive Beteiligung der christlichen Kirchen an diesem entsetzlichen Auswuchs mörderischen Rassenwahns hätte ich als Nichtkatholikin von einem Papst
WeiterlesenKategorie: 2017
Fest der Liebe
… und auf der anderen Seite der B27 startet gerade unter großem Hupkonzert und Personalaufkommen der Autokorso zu einer türkischen Hochzeit, Heiligabend, auch eine Entscheidung.
WeiterlesenGutes und Schlechtes
Sonntag Morgen. Allein in meiner Wohnung – tut manchmal gut. PM ist gestern Mittag nach Eisenach gefahren, nachdem er die ganzen Lebensmitteltüten hergebracht hatte und wir im Meze essen waren und er heute Morgen endlich mal ausschlafen konnte ohne Klinikstress – abgesehen von den Anrufen seiner Patient*innen, die ihn bisweilen sogar noch um Mitternacht anklingeln, um ihre „Darmwinde“ oder ihre Medikamentenunverträglichkeit persönlich mit IHM auszudiskutieren. Die Suppe, Nachspeisen u.v.m. stehen schon auf der Terrasse, den Hauptgang übernehmen W. und A., sodass ich mich heute mehr oder weniger dem Tischdecken und Schmücken des Weihnachtsbaumes widmen kann, den wir gestern zusammen aufgestellt
WeiterlesenRandgruppencombo im LTT
Samstag. Gestern Abend Konzert mit Heiner Kondschaks Randgruppencombo im LTT. J. und T. hatten uns dazu eingeladen, the whole Family, das ist ihr wunderschönes Weihnachtsgeschenk für uns, und überhaupt noch viel wunderschöner ist, dass J. schon wieder dabei sein konnte, im Theater, mit Mütze auf dem Kopf, die die OP-Wunde elegant verdeckte, wer hätte das denn vor ein oder zwei Wochen gedacht … Sehr berührende Stücke, was auch an der Entstehungsgeschichte der Randgruppencombo liegt, die sich vor über zehn Jahren einzig und allein deshalb gegründet hat, um die Lieder des 1998 verstorbenen Lausitzer Künstlers Gerhard Gundermann der Welt zu erhalten. Die zehnköpfige
Weiterlesen… vor dem Sturm
Freitag. Diese Ruhe. Fast alles fertig, fast. Bis auf die Restarbeiten, die am Schluss immer bleiben, die dir, weil schnell abhakbar, im Moment nebensächlich erscheinen und auf einer Parallelspur permanent im Gedankenstrom mitlaufen, weil sie oft gerade das Allerwichtigste sind: Das Fleisch abholen. Dieses eine Gewürz für die Vorspeise besorgen, den geschroteten Grünkern für L., die Vegetarierin … Zehn Menschen, darunter meine sechs Lieblingsmenschen, satt zu bekommen und mit einem gelungenen Weihnachtsfest zu beschenken, das wünsche ich mir wie jedes Jahr. Und gleichzeitig ist da unterschwellig immer noch die nicht entschiedene Entscheidung für den einen, einzigen Verlag für mein Buch,
WeiterlesenEine Andere
Mittwoch. … darauf habe ich seit Monaten gewartet, und gestern diese Nachricht auf dem milchig schimmernden Display des iPhones unterm Tisch – Seminarraum, Fort-Bildung, anonyme Gruppe, Palaver – , ganz miese Sicht so mit der Spiegelung vom Fenster hinter mir, gerade mal das Wichtigste lese ich und mein Herzschlag setzt aus, und auf einmal warte ich nicht mehr, ausgewartet hat es sich, warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt – die Zusage, die lang ersehnte, die Leben verändernde, vielleicht aber auch nicht, was soll schon groß anders werden, eine Zusage verändert dich innerlich, nicht äußerlich, du hörst mit nichts auf
WeiterlesenDrittens, viertens
Dienstag. Dritte und VIERTE Zusage, HELP!, ich kollabiere gleich, während ich in e mir komplett entfremdeten Fortbildung festhänge u mit niemandem reden kann über die eine, einzig relevante Frage of the Universe: welcher Verlag soll es werden?
WeiterlesenCollage XVII
Komm und spiel das Spiel mit mir Die Würde des Menschen ist antastbar Deine dunklen Lippen Lack glänzend sweet dreams for 24 hours gleißendes Glück mit Glamour durch die Nacht himmelhoch jauchzend zu Tode – jederzeit kündbar Ich habe dich gewarnt
WeiterlesenAndere Familie
Sonntag. J. in der Klinik besucht. Großer Bahnhof in ihrem Zimmer, extrem anhängliche Familienstruktur mit 24-Stunden-Präsenz. J. kaum ansprechbar, Übelkeit, Schmerzen. Isst aber schon belegte Brote.
WeiterlesenLäuft!
Samstag. Zweites Verlagsangebot …
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