Mein Name ist Hase …

Freitag. Dass Islamisten und deren Sympatisant*innen faschistisch und iranische Theokraten faschistisch plus Atombombe & Terror & Frauenhass/Femizide sind, wollen in Deutschland nur wenige wissen … Könnte sehr anstrengende Konsequenzen haben. Mit schlechtem Beispiel allen voran geht Bundespräsident Steinmeier: Jedes Jahr am 11. Februar schickte er dem iranischen Ajatollah ein heimliches Glückwunsch-Telegramm zum Jahrestag der islamischen Revolution im Namen des Deutschen Volkes! Bis ein Reporter die Herausgabe von Kopien der Telegramme einklagte. Er berief sich dabei auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Der Klage wurde nicht stattgegeben, doch Steinmeier unterlässt seitdem seine Gratuliererei. Im Mördersystem Iran gab es in 2023  834 Exekutionen.

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Plan A

Mittwoch, Kiel. Zwischen den Jahreswechselfeiertagen stand die Welt ja immer schon still, aber diese Stille dieses zweiten Coronawinters ist durchdringender. Es ist der Stillstand jeglicher Kreativität, jeglichen Aufbruchs, der die Menschen schlaff und aggro macht.Aggressivität ist die Kreativität der Ohnmächtigen. Das C-Virus, die Ahrflut mit ihrem katastrophalen, noch längst nicht überwundenen Zerstörungspotential, der drohende Klimakollaps in seiner Allgegenwärtigkeit in Politik und Kultur, die mediale Inszenierung einer angeblichen russischen Aggression, die die permanente osterweiternde NATO-Aggression verschleiern oder sanktionieren soll und auf die so viele Menschen reinfallen, vielleicht um ein Ziel für ihre eigenen Aggressionen auszumachen – so viel Angst und Schrecken

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Dienstag. Die Frau ist fürs Verpacken da. Bei Fragen weist sie lächelnd auf ihre Kolleginnen vom Verkauf. Sie überragt sie alle, ihre kunstvolle Flechtfrisur passt irgendwie nicht zu dem engen Kaufhauskleid, das viel über ihre Anpassungsbereitschaft aussagt. Das mit dem Verpacken klappt noch nicht so richtig. Ich halte den Finger aufs Papier. Dannge!, sagt sie und lächelt ein Lächeln, das sogar die LED-Leuchten im Laden überstrahlt. Dass das Paket schief wird, ist nach der ersten Umwickelung absehbar. Mit einem Handzeichen demonstriere ich ihr, dass die Schnittkante parallel zur Seitenkante liegen muss. Wieder lächelt sie, wickelt das Paket aus und wieder

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Rot ist tot

Der Herausgeber linker Manifeste und Träger roter Socken ist gestorben – der Verleger Klaus Wagenbach wird uns fehlen. Er stand für eine linke Haltung, verbunden mit sinnlicher Neugierde, eine in der deutschen Intellektuellenszene seltene Mischung. Auf drei programmatische Pfeiler berief er sich ausdrücklich: „Anarchie, Geschichtsbewusstsein, Hedonismus.“ Mit Dank für viele tolle, rote Wagenbach-Bände in meinen Regalen und ein langes Gespräch auf der Leipziger Buchmesse, in treuer Erinnerung:

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Fabrikdenken

Dienstag. Baerbock macht genau die Außenpolitik, vor der ich im Vorfeld der Bundestagswahl richtig Angst hatte. Und Habeck befeuert ihren Kurs, als könnte er kaum abwarten, den real existierenden Kalten Krieg in einen heißen Krieg zu verkehren. Ohne Rücksicht auf Verluste trampeln die beiden Neuminister durch diplomatisches Beziehungsgeflecht, treiben die Inszenierung einer vorgeblichen russischen Aggression auf die Spitze, faseln von Aufrüstung und Nuklearwaffen, als gehörte solcherlei Vokabular heutzutage in den Grundwortschatz von Vertreter*innen der einstmals als Pazifistenpartei angetretenen Grünen. Zur Erinnerung: 1999 brachten die Grünen unter Regierungsbeteiligung die ersten deutschen Kriegseinsätze seit dem Ende des Naziregimes auf den Weg: unvergessen

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Spät, später, gar nicht

Freitag. E., meine ital. Schwiegertochter, schickt mir Fotos von ihrem blauen Weihnachtbaum mit 1400 MiniLEDs und 230 Kugeln und Zapfen! Sieht aus wie der im Rockefeller Center, nur viel schöner. Ich bin da eher im Erzgebirge angesiedelt … Wachskerzen, wie jedes Jahr, oder Lichterkette?, das ist jetzt die Frage, die den Vorweihnachtsstress noch um einen Tick verschärft, als da wäre: Trouble im „Amt“, nach der Arbeit Einkaufslisten abarbeiten, einarmig das Zeug nach Hause schleppen, Geschenke auch irgendwie, immer wenn ich denke, ich bin fertig, fallen mir fünf, sechs Sachen ein, die ich erst später erledigen wollte, aber jetzt ist später

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