Freitag. Als Ch. Florin vom DLF mich nach dem Radio-Feature über mein Buch Lass uns über den Tod reden im Herbst 2019 fragte, ob ich mir vorstellen könnte, an einer öffentlichen Diskussion über das Thema Den Tod überwinden – Transhumanismus teilzunehmen, sagte ich sofort ja.
Von da an war ich von dem Thema angefixt. Die Diskussion sollte im November 2020 live im Rundfunkhaus Köln stattfinden, wurde aber wegen Corona verschoben und wird nun im November 2021 nachgeholt – als Radiobeitrag der Reihe STREITKULTUR.
Für die meisten Menschen ist das Thema Transhumanismus zu abgedreht, um sich damit zu beschäftigen. Dabei sind wir schon mittendrin in der digitalen Revolution (4. Kränkung), die man als Einfallstor einer durchgeknallten, sehr ernstzunehmenden Bewegung bezeichnen könnte.
Transhumanisten sitzen in den größten Unternehmen der Welt wie Google, Apple, Microsoft, Nokia. Sie finanzieren Forschungen für die Entwicklung von Human-Enhancement-Projekten an den maßgeblichen Universitäten und internationalen Konzernen, sie machen Politik, sie verfügen über das nötige Kapital. Google finanziert Raimund Kurzweil seine eigene Singularity Universität – das ideologische Hauptquartier der Bewegung, die NASA stellt dafür ihren Campus in Silicon Valley zur Verfügung. D.h., der Standort der Kurzweil-eigenen Universität befindet sich im Silicon Valley direkt zwischen Google und NASA. Das spiegelt wider, wo diese elitäre Zukunftsbewegung sich gesellschaftlich verortet.
Es könnte so rasend schnell gehen, dass wir die Entwicklung mental kaum nachvollziehen können. Das Thema betrifft jeden von uns …