Freiheit und Verantwortung

Samstag. In der Stadt treffe ich Frau L. und frage, wie es ihr geht. Da fängt sie an zu weinen. Erzählt mir so eine beschissene Trennungsgeschichte mit so vielen Parallelen, dass ich es kaum glaube. Das Schokoeis für T. schmilzt im Fahrradkorb, egal, hier müssen mehr als einige Sätze gewechselt werden. Ich denke an Dr. K. … Vor ein paar Jahren (ich zähle sie schon lange nicht mehr) stand ich genauso da wie Frau L., es gab keine Farben mehr, es gab nur noch eine Reihe öder Pflichten, mein Leben war gelaufen. Leben hieß Zähne zusammenbeißen und durch, ich kann mich gut daran erinnern. Aber es ist vorbei. Das hier bin ich, und das ist meine Geschichte. Ich muss nichts wegschieben, anderen die Verantwortung zuschieben. Im Nachhinein hat auch die beschissenste Sache ever ihren Sinn. Und das ist ein unvorstellbar gutes Gefühl. Es ist die Freiheit, die ich meine.