Montag. Die Chefin der einstigen grünen Anti-NATO-Partei, Anna Lena Baerbock, fordert das endgültige Aus der russisch-deutschen Pipeline Nord Stream II zugunsten von US-Fracking-Gas. Kanzlerin geht eben nur als NATO-Abnickerin. Seit Monaten schon bedient Baerbock das US-Wording vom „russischen Regime“, das „in aller Welt Morde“ verübt – ungeachtet der Tatsache, dass das US-Imperium in 170 der knapp 200 Staaten dieser Welt Kriegstruppen stationiert und Folterbasen betreibt. Sonderbar und befremdlich für eine Partei, der die Sorge um das Wohl der Umwelt einst den Namen gegeben hat: Der ökologische Stiefelabdruck vom US-Fracking-Gas ist kein Thema für die Parteispitze. Die Tanker, die das Gas über den Atlantik herschippern sollen, die Erpressung deutscher, am Bau beteiligter Unternehmen – alles kein Thema! Der Grünenspitze sind Fracking-Gase aus den USA lieber – und teurer – als preiswertes, sauberes Erdgas aus einer russisch-europäischen Pipeline. Und leider auch lieber als Frieden mit Russland – 80 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion.