Smoothie Maker

Ein Süppchen möchte ich machen, diverse Gemüse, Kartoffeln, scharf gewürzt mit einem Tupfer Creme Fraiche oder Kürbiskernöl. Geschält und geschnibbelt ist schon, die zwei Töpfe dampfen, gleich geht es ans Pürieren, aber wo ist der Pürierstab?
Ich ziehe sämtliche Schubladen auf, es gibt Momente, da bin ich noch nicht ganz zuhause in der Eisenacher Küche, ich frage PM und der meint: Wir haben keinen.
Immer wieder verblüffend, was wir seit der Vernichtung seines Hausstandes durch die Ahrtalflut nicht haben bzw. noch nicht wieder angeschafft haben. Ich bin sauer. Ich möchte die Suppe püriert, nicht stückig. Ich versuche es mit der Gabel, aber das ist aussichtslos. Einen Kartoffelstampfer haben wir auch nicht. Unsere Blicke grasen die Küche  nach ihrem verborgenen Potential ab. Meine Laune sinkt im Sturzflug.
Was ist hiermit?, fragt PM und legt die Hand auf den Smoothie Maker. Seit einem halben Jahr steht er unbenutzt in Originalverpackung in der Ecke, spontan gekauft, um unsere Gewissen wegen der manchmal recht vitaminarmen Ernährung zu besänftigen.
Ha! Wir füllen die Suppenbestandteile in den schmalen Zylinder, das geht nur etappenweise, und schalten ein. Sssssssssssst, fertig. Sämig püriert und sogar noch heiß, weil’s so schnell ging.
Nachdem die Hürde einmal genommen ist, gehen wir einkaufen: Lauter gesunde Sachen nach den Rezeptkarten im Smoothie-Maker-Karton. Danach weihen wir das Maschinchen nochmal ein – jetzt nach seiner wahren Bestimmung.
Köstlich! Und so gesund. Wir werden bestimmt hundert.