The Party Is Over …

Donnerstag (Fronleichnam) … und sie war schön.
Bunt, hektisch, emotional, lustig und manchmal melancholisch, wie es eben so ist bei Hochzeiten. T. und E. vor einem aufgedrehten Standesbeamten mit einer knallharten (Corona-)Choreographie, später auf dem Balkon des Tübinger Rathauses, noch später alle zusammen bei ihnen zuhause. Unser Programm haben sie – genossen, glaube ich: schnell getaktet, auf den Punkt gebracht, und an keiner Stelle war es peinlich. Das Essen reichlich und gut. Zwischendurch, in einer Regenpause, spazierengehen, quatschen, sich kennenlernen, sich bewegen. Sprachen-Crossover: EnglischDeutschItalienisch. Wenn T. glücklich ist, dann bin ich es auch.

Gleich fährt PM allein zurück nach B.N., ich komme morgen nach. Samstag Mutterbesuch in Werne (Ablauf nach Corona-Vorgaben: Maximal 20 Minuten, Trennscheibe, Mundschutz, sie wird nichts sehen und nichts verstehen …). Heute Abend kommen das L.chen und das T.chen aus Köln. Bis morgen wohnen sie bei mir, danach bei Gerhard, sodass ich sie wenigstens für die Nacht und einen halben Tag bei mir habe. Den Mutter-Termin kann ich nicht canceln. Zu schlecht geht es ihr, die Corona-Umstände lösen in fataler Weise Erinnerungen an den Krieg aus. Was das betrifft, ist die Heimleitung entweder ignorant oder telefonisch nicht erreichbar. Beschwerden beim Gesundheitsamt (bis man an der richtigen Stelle ist, vergehen zweieinhalb Stunden!) konnten bisher nichts bewirken.

Mein Buchprojekt nimmt Form in meinem Kopf an. Es wird besser laufen, wenn das „Amt“ wieder anläuft. Paradox: irgendwie brauche ich den Stress, um zu funktionieren …