Ein Tag am Strand

Freitag, Kiel. Es ist die Zeit der stillen Feiertage. Zeit, über den Tod zu reden. Das Frauenmagazin Tina möchte über mein Buch berichten und eine längere Reportage machen. Am Spätvormittag rückt das Team an und holt mich ab, zuerst zum Olympiahafen nach Schilksee, dann an den Falckensteiner Strand: Fotos auf dem Steg, auf dem Deich, auf der Düne. Auf jeden Fall mit viel Wind und Strubbelhaaren, verdammt! Die supernette Caren Hodel führt das Gespräch, der supernette Fotograf Gunnar Geller checkt die Lage, macht die Fotogenehmigungen klar und schießt gefühlte zweitausend Bilder. Komplett durchgefroren, schlagen wir in der urigen Strandperle auf, wo zwei Öfen vor sich hinbullern und Bänke und Sessel mit Schafsfellen ausgelegt sind. Erstmal was essen: eine asiatisch gewürzte, exquisite Kürbissuppe und für uns zusammen ein großer Teller Pommes, garniert mit einem handtellergroßen Schlag Majo – alle drei haben wir Hunger. Während Caren ihre Fragen stellt, macht Holger weiter Fotos und ich versuche mich zu konzentrieren, was nicht einfach ist angesichts mehrerer Monsterdoggen, die nach und nach mit ihren Besitzer*innen in die kleine Stube einfallen und dem Duft von Gewürzen und Tee und der kontemplativen Stille ganz schnell den Garaus machen.

Hier am Meer merkt man es: Der Winter rückt an. Alles in allem ein schöner Tag und ein guter Austausch mit zwei tollen Menschen, die ihren Job genauso ernst nehmen wie ich meinen …