Sonntag. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 saß PM mit seinem Sohn im 3. Stockwerk seines Hauses und starrte auf ein acht Meter hohes Meer, auf dem Autos und Öltanks fortgerissen wurden, nicht wissend, ob sie hier jemals wieder lebend rauskommen.
Zur gleichen Zeit, am frühen Morgen, schrieb die damalige Umweltministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, eine SMS an ihren damaligen Pressechef Dietmar Brück: „Das Blame-Game könnte sofort losgehen, wir brauchen ein Wording, dass wir rechtzeitig gewarnt haben, ich im Kabinett.“
Während im Ahrtal die Menschen um ihr Leben und Überleben kämpfen, sorgt sich Spiegel offenbar vor allem um ihr Image.
Weiter simst Spiegel, dass sie Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) zutraue, dass er sage, die Katastrophe habe verhindert werden können oder sei weniger schlimm gewesen, wenn das Umweltministerium früher gewarnt hätte „und dass es an uns liegt, weil wir die Situation unterschätzt hätten“.
Das nicht-öffentliche Chat-Protokoll zwischen ihr und ihrem Pressesprecher liegt nun dem Untersuchungsausschuss vor, dem die schwierige Aufgabe zukommt aufzuklären, wie es zu der verheerenden Sturzflut kommen konnte.
Zur gleichen Zeit, am frühen Morgen, schrieb die damalige Umweltministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, eine SMS an ihren damaligen Pressechef Dietmar Brück: „Das Blame-Game könnte sofort losgehen, wir brauchen ein Wording, dass wir rechtzeitig gewarnt haben, ich im Kabinett.“
Während im Ahrtal die Menschen um ihr Leben und Überleben kämpfen, sorgt sich Spiegel offenbar vor allem um ihr Image.
Weiter simst Spiegel, dass sie Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) zutraue, dass er sage, die Katastrophe habe verhindert werden können oder sei weniger schlimm gewesen, wenn das Umweltministerium früher gewarnt hätte „und dass es an uns liegt, weil wir die Situation unterschätzt hätten“.
Das nicht-öffentliche Chat-Protokoll zwischen ihr und ihrem Pressesprecher liegt nun dem Untersuchungsausschuss vor, dem die schwierige Aufgabe zukommt aufzuklären, wie es zu der verheerenden Sturzflut kommen konnte.
Die Katastrophennacht 14./15. Juli 2021 kostete allein in Rheinland-Pfalz 134 Menschen das Leben. Drei von ihnen waren PMs direkte Nachbar*innen. Rund 750 Menschen wurden verletzt. Viele Menschen – so auch mein lieber PM – leben fast acht Monate später noch immer in Ausweich- und Notquartieren.