Am meisten gefällt mir alles Wer will der kann und der Weg ist das Ziel und ein Lächeln für ein Lied und gut drauf im Bauch Held der Tat Alles ist möglich du musst nur – aber manchmal geht alles gründlich daneben
WeiterlesenKategorie: 2014
Sadistismus und Larmoyanz
Samstag, B.N. „Ein Schulderleben, das sich aus Einfühlung ergibt, ein Gewissen, das einer Verinnerlichung äußerer Verbote zu sittlichen Gesetzen entspringt, das ist eine Erfahrung, die jenseits von Q.’s* Möglichkeiten liegt. Da unsere deutsche Kultur so ausdrücklich mit der Ausbeutung des Gehorsams in zahllosen Sozialbeziehungen arbeitet, ist es notwendig, sich an einem Beispiel wie Q. klarzumachen, in welche innere Hilflosigkeit ein Individuum manövriert wird, das nur Überwältigung durch Dressatgehorsam kennengelernt hat. Die Ansätze zur sadistischen Perversion und das larmoyante Unschuldsgebaren zeigen, wie hier die affektiven Sozialbeziehungen in den allerfrühesten Entwicklungsphasen endgültig geprägt wurden. So gehört auch Q.’s Unfähigkeit, um irgend etwas
WeiterlesenCollage VII
Keine Entscheidung Reden ohne Resultat Märchen erzählen Antworten verschlucken Mit abgewandtem Blick und Abgewandter Schulter. Was meinst Du dazu? Was meinst Du dazu? Was meinst Du dazu?
WeiterlesenCollage VI
Achterbahn fahren bis ans Ende der Welt Bilder der Erinnerung – Liebe, Schatten, Zauberei – und die Hoffnung hinterm Horizont geht’s weiter
WeiterlesenIntellektuelle Wohltat
Montag. Oh Wolf! Oh Biermann! Wozu lässt Du Dich denn noch in Talkshows einladen? Den Clown zu geben? Mit ein paar abgegriffenen Provokationen samt einer oberabgegriffenen Hitler-Provo? Wie wohltuend dagegen die ausgewogenen und punktgenauen Beiträge von Platzeck und Krone-Schmalz, in dem Fall besonders von Platzeck, der über eine Sache und gleichzeitig, auf der Metaebene, über den Diskussionsstil in der Sache zu sprechen vermag und damit sehr effektiv die beiden Platzhirsche Biermann und Graf Lambsdorff in ihre Schranken verweist. Matthias Platzeck und Gabriele Krone-Schmalz sind übrigens als einzige der Runde oft in Russland gewesen und sind es immer wieder. Womit ihre
WeiterlesenCollage V
On the road again bis ans Ende der Welt. Ein Platz für Träume? Irgendwas läuft gerade in die falsche Richtung.
WeiterlesenCollage II, III und IV
Collage II Glitzer-Partie Heiß-kalte Nächte Aufgeregtes Flügelschlagen Anecken, wo’s geht Ich kenne keine heile Welt Ungebremst in den Stau Collage III Was Wann Wo Das Leben findet jetzt statt Nimm dir die Kirschen auf dem Kuchen Collage IV serious fun auf der Suche nach der verlorenen Gegenwart
WeiterlesenCollage I
Gestörte Ruhe frostiges Glück Muskeln aus Stahl Bling Things und ein Rekord nach dem anderen – Kleid oder Kuss? – Alle wollen alles Senkrechtstarter im Störfeuer der wunderbaren Kraft der Frage
WeiterlesenWenn Männer hassen …
… DANN DIE FRAU, DIE SIE NICHT LÄNGER QUÄLEN KÖNNEN „Sie spürte seinen Hass, den Hass eines Mannes, der wehrlos war, der wollte, dass es weiterging, der schon wusste, dass irgend etwas in seinem Leben zerbrach, wenn es nicht weiterging, der mit dem Mittel des Terrors darum kämpfte, dass seine Gefangene ihm erhalten blieb, er braucht mich, aber er kann mich nur brauchen, wenn es so weitergeht wie bisher, wenn es immer so weitergeht, es ist eine besondere Art von Perversion, es ist eine sadistische Variante, sie konnte jetzt ganz kühl darüber nachdenken …“ (aus: Alfred Andersch, Die Rote, S.
WeiterlesenCOLOSSEUM im Brückenforum
Samstag, B.N. Gestern Abend waren Colosseum im Bonner Brückenforum. Ein wahrscheinlich in dieser Konstellation nicht mehr wiederholbares, besonderes musikalisches Ereignis: Chris Farlowe, Jon Hiseman, Barbara Thompson, Dave Greenslade, Clem Clempson & Mark Clarke! Wow! Ihre komplizierten, komplexen Stücke bleiben nicht gerade als Ohrwurm hängen, man erkennt sie auch nicht sofort am Intro. Die Sechs von Colosseum spielen mit Zitaten aus dem unendlichen Universum der Musikgeschichte. Was sie liefern, ist musikalische Kost für Fortgeschritte, und gelegentlich kommt’s erst beim Refrains zum Aha-Effekt. Besonders bewegend: Das Tribute an Jack Bruce, mit dem sie viel zusammengearbeitet haben. Die Kompositionen scheinen Geschichten zu erzählen. Deshalb siehst du
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