Corona-Diary / Verbote

Mittwoch. Zweieinhalb Stunden geschlafen. Zu wenig Energieverbrauch dieser Tage. Ich habe große Sehnsucht nach dem L.chen und dem T.chen. Das letzte Mal habe ich sie gesehen, als sie die Woche zwischen Weihnachten und Silvester hier waren. Der Spaziergang mit dem L.chen an der Steinlach, der Reweeinkauf mit beiden, das nächtliche Warten auf L. mit dem T.chen auf dem Schoß … Köln ist verdammt weit weg. Zugfahren unmöglich, nachdem ich T. versprechen musste, es nicht zu tun.

Was genau ab dem 23. März nach den von allen Landeschefs in einer Telefonschaltung ausgehandelten Corona-Verordnungen noch erlaubt bzw. verboten ist:

Im ganzen Land dürfen nur noch zwei Menschen zusammen draußen unterwegs sein. Ausnahmen gelten nur für Familien u.a. in einem Haushalt zusammenlebende Personen.
Generell ist es aber nicht verboten, die Wohnung zu verlassen.
Arztbesuche, Einkaufen, frische Luft zu schnappen, alleine Sport zu treiben und andere Tätigkeiten im Freien sind also weiterhin erlaubt, solang der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt wird (und nicht mehr als zwei Personen beziehungsweise eine Familie daran beteiligt sind.)
Der Weg zur Arbeit bleibt erlaubt. Auch auf der Arbeitsstelle gilt der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zueinander.
Systemrelevante Einrichtungen bleiben geöffnet: Krankenhäuser, Arztpraxen, Banken, Postämter …
Alle Geschäfte sind schon seit vergangener Woche geschlossen und bleiben es auf unbestimmte Zeit.
Restaurants, Gaststätten und Imbisse sind geschlossen.
Das gleiche gilt jetzt leider auch für Friseure.
Die Polizei und Ordnungsämter kontrollieren die Einhaltung der Verordnung.
Oberste Regel: Abstand halten. Soziale Kontakte minimieren.

Heute habe ich einen Termin. OMG, ein Termin!, ich habe etwas vor: Ein Arztbesuch! Vor ungefähr vier Wochen hatte ich ihn so legen lassen, dass er nicht mit dem „Amt“ in Kollision gerät. Heilige Scheiße, ist das lange her. Die Corona-Tage dehnen sich wie Kaugummi (zum originelleren Vergleich reichts grad nich).