Corona Diary – verschärfte Maßnahmen

Dienstag. Lockdown-Verlängerung bis voraussichtlich 14. Februar und Ausweitung des Homeoffice – war absehbar, ist okay. FFP2-Maskenpflicht in Geschäften, Zug und Bus – auch okay. Wie sonst die vielen Ignoranten erreichen, die nicht blicken, dass sie selbst das Problem sind? Immer noch sind so viele maskenlose Idiot*innen unterwegs, gerieren sich als Freiheitskämpfer*innen und sind eigentlich nur zu doof für diese Welt. Dann eben Selbstschutz mit einer leider sehr hässlichen, medizinischen Maske. Aussehen spielt sowieso keine Rolle mehr. Wer seit Wochen nicht beim Friseur war und sein Gesicht ständig halb verdeckt spazieren trägt, stellt sich andere Fragen.
Vor einem Jahr haben wir uns noch über die Chinesen amüsiert, als sie das öffentliche Leben komplett runtergefahren und angefangen haben, Bürgersteige und Geldscheine zu desinfizieren. Corona haben wir anfangs nur als Gamechanger für die Wirtschaft, für das Leben danach begriffen. Heute sind wir schlauer, aber nicht unbedingt demütiger, und schielen mit einer Mischung aus Verachtung und Bewunderung nach China. Egozentrisches Querdenkertum hat dort keine Chance. Der totale Überwachungsstaat führt in Sachen Virusübertragung ganz offenkundig zu besseren Resultaten als die halben Lösungen einer Demokratie, der die Freiheit der Bürger*innen ein ebenso schützenswertes Gut sein muss wie ihre Gesundheit. Um die hohe Kunst des Austarierens in diesem Konflikt beneide ich die Verantwortlichen nicht. Nur das Ding mit der Freiheit nehme ich den wenigsten Politiker*innen ab. Dazu lassen sie uns viel zu ungebremst in das gefräßige Maul der Daten- und Meinungsmonopolisten rasen – #Überwachungskapitalismus -, aber das ist ein anderes Thema …