Leben?

Montag. Reparaturtermin: In einem Monat! Werde meine Nachbar*innen noch eine Weile mit Sekt und Pralinen beglücken, um im Gegenzug bei ihnen meine Wäsche zu waschen.
Friseurtermin: Heute. Yeah!, neuer Schnitt, neues Leben. Zumindest den Weg über bis nach Hause.
Ansonsten eher depri: Die Politik kündigt den dritten Lockdown an; man hat sich ja noch gar nicht vom zweiten erholt.
Das Tübinger Tagesticket nutze ich kaum. Keine Lust auf Einkaufen/Stadtbummel. Im „Amt“ wird zweimal wöchentlich getestet, Tausende Tests, bisher niemand positiv. Das ist natürlich super, und ich frage mich (heimlich), wozu dann der ganze Aufwand mit dem Homeshooling? Wenn alle Städte das Tübinger Modell übernehmen würden, könnte man sich viel Wahnsinn ersparen und ein halbwegs normales Leben aufrecht erhalten.
Mein Tag ist durch Online- und Präsenzunterricht getaktet, dazwischen selbigen vorbereiten, Rückläufe korrigieren, Klausuren korrigieren – einseitige Ödnis des Daseins! Einzige Highlights: die wenigen Stunden im „Amt“ im Präsenzunterricht. Lebendige Menschen, echte Gesichter, Blicke, Stimmen.
Leben!