Lesung im Hospiz

Samstag, B.N. Der Veranstaltungsraum im Ahrtal-Hospiz ist gestern Abend erfreulicherweise bis auf den letzten Platz besetzt. Über 60 Zuhörer*innen sind gekommen. Ich sage ein paar einleitende Sätze zu der Bedeutung von B.N. als meiner zweiten Heimat und nenne natürlich auch den Grund: PM, der ja nicht unwesentlich zur Entstehung des Buches beigetragen hat. Das finden alle sehr interessant, nun wissen sie Bescheid. Zum ersten Mal in einer Lesung lasse ich mich auch ausführlich über Ilse Rübsteck aus, auf die ich am 1.1.2017 ja nur durch PMs Erzählung und Vermittlung gekommen bin.
PM sitzt vorne, zusammen mit Axel Nacke – ein gutes Gefühl.
Das Ahrtal-Hospiz ist in geradezu vorbildlicher Weise mit der Presse vernetzt: So erschien das Interview von Andrea Simons im Bonner General-Anzeiger, in der Rheinzeitung, im Blick und in der Stadtzeitung. Mit Sicherheit ist auf diesen Vorlauf das hohe Interesse, das Wohlwollen der anwesenden Leute zurückzuführen, wodurch die Veranstaltung auch für mich zu einem besonderen Erlebnis wird.
Ich liebe es, wenn die Zuhörer*innen bei der Gelegenheit von sich erzählen. Das Publikum in B.N. ist so aufmerksam und still, dass es erst hinterher zu kleineren Gesprächen kommt, die deshalb nicht weniger aufschlussreich sind. Das Engagement der Ehrenamtlichen dieses wunderbaren Hospiz-Vereins ist das, was so eine Veranstaltung trägt und gelingen lässt. Sollte ich eines Tages hierher ziehen, wäre meine Mitgliedschaft eine der ersten Aktionen als Neubürgerin.
Beim Signieren macht eine Frau eine Bemerkung zu meiner krakeligen Handschrift, und ich erkläre ihr, dass ich eigentlich gerade gar nicht schreiben dürfte wegen der Hand-OP. Außerdem erzähle ich ihr, dass ich als umgepolte Linkshänderin auch im Normalfall keine besonders schöne Schrift habe. Daraufhin meint sie, dass Umgepolte prozentual gesehen häufiger unter Migräne leiden und dass die Beschwerden auf diese Verstellung im Gehirn zurückzuführen seien. Was man nicht alles so erfährt …