Sonntag, Tübingen. Ruhe, Heimat, Frieden. In den Schreibpausen räume ich Schränke aus und befreie mich von Sachen. Und treffe mich mit Tübinger FreundInnen: Donnerstag Stadtbummel und News mit A., am Abend ist Schreibwerkstatt bei mir zuhause. Wir haben ein neues Mitglied, das uns nach erstem Kennenlernen höchst willkommen ist: Neue Sichtweisen, neue Inputs – immer gut. Am Freitag, nach meiner Lesung im „Hirsch“, Klatsch & Kaffee mit Merkles, abends nahtlos weiter mit Mecki. Gestern, nach langer Zeit, schönes Treffen mit Bärbel. Heute Nachmittag kommt Marcel zum Rhabarberkuchen. Und heute Abend mein lieber T. Es ist warm, ich muss nicht heizen.
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Was ist ein Terrorist?
Samstag, Tübingen. „Da haben die USA zusammen mit den Weltstars der europäischen Demokratie die halbe arabische Welt in Schutt & Asche gelegt. Sie haben 25 Jahre gebraucht, 8 Billionen Dollar verbrannt, 4,5 Mio. Tote erzeugt und 38 Mio. Vertriebene. Und den Irak, Afghanistan, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia überrannt, um in einer als „Krieg gegen den Terror“ vermarkteten Serie von Völkerrechtsbrüchen den „Terror“ aus den Genannten heraus- und eine verkommene Abart von „Demokratie“ in sie hineinzubomben. Und das alles nur, um heute einem vorsintflutlichen Kopfabschneider mit Bart, Anzug und Mohammed-Erscheinung den Hof zu machen? Das ist, als führte Asterix einen
WeiterlesenHeute im Hirsch
Freitag, Tübingen. Um 15 Uhr lese ich in der Begegnungsstätte Hirsch aus meinem Buch Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten. Das Buch kann vor Ort erworben werden – mit wunderschönster, allerpersönlichster Widmung der Autorin. Aber gerne doch! Lesung: C. Juliane Vieregge: Was wirklich zählt. 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten.
WeiterlesenSchreibwerkstatt Eisenach?
Wenn sie (acht Mädchen, ein Junge) ihre Texte vorlesen und dann schweigen und warten, und plötzlich klatschen die anderen vor Begeisterung. Wenn sie sich freuen, dass sie verstanden werden. Wenn sie ihre Gefühle einfach runterschreiben, und keiner lacht keinen aus. Wenn nach einem Lob ihr Lächeln zum Stahlen wird. Wenn sie schon zehn Minuten vorher vor der Tür stehen. Wenn sie fragen: Wann treffen wir uns nächstes Mal?
WeiterlesenBummeln in Weimar
Freitag. Frieder hat Lammlachs und Rosmarinkartoffeln gemacht, dazu Zaziki und Gemüse. Nach dem Essen bummeln wir durch Weimar. Katrin und ich beschließen, demnächst nochmal alleine loszuziehen, mit mehr Ruhe und weniger männlichem Reingequatsche.
WeiterlesenWer regiert uns?
Dienstag. Der russische Außenminister Lawrow bietet einen Nichtangriffspakt zwischen Russland und NATO-Staaten an, und die Bundesregierung lehnt ab. Begründung: Man sehe „keinen Anlass, über neue Sicherheitsgarantien oder Nichtangriffsabkommen zu sprechen“, solange Russland seine Truppen nicht abziehe. Ernsthaft jetzt? Offenbar will man keine Deeskalation. Man will Aufrüstung, Angst, die nächste Eskalationsstufe, Anti-Russland-Propaganda und Kriegstreiberei. Wie glaubwürdig ist eine Regierung, die nach dem Angebot eines Nichtangriffspakts den Bürgern weiterhin einredet, sie müssten sich „auf einen russischen Angriff vorbereiten“ — als stehe der böse Russe kurz davor, die dt. Grenze zu überrollen? Ich erkenne bei der Bundesregierung keine Friedensbemühungen. Im Gegenteil. Die Regierung
WeiterlesenSchere im Kopf
Mittwoch. John Cleese bleibt unbeirrt: Er lehnt Änderungen an der Bühnenfassung von Das Leben des Brian ab. Besonders die berüchtigte „Loretta“-Szene sorgt in Zeiten überzogener Pseudosensibilität für Mimimi in der Woken-Gemeinde. Cleese stellt dagegen klar: In den vergangenen 40 Jahren habe es keinerlei Beschwerden gegeben. Alles bleibt, auch die Loretta! Dafür bin ich John Cleese außerordentlich dankbar. Der Film verletzt niemanden, er nimmt sanft auf die Schippe. Was seine KritikerInnen fordern, ist nichts anderes, als was das „Ministerium für Wahrheit“ in 1984 praktiziert: Umdeutung der Geschichte im Sinne der Ideologie. Jedes Kunstwerk ist ein kulturhistorisches Dokument, Finger weg von der
WeiterlesenGeliebte Menschen
Samstag. Meinen Lieblingspatenonkel U. und meine Lieblingstante S. in Hamburg freuen sich über unseren Besuch. Wieviel Kraft es ihn kostet, Gastgeber (Tee und Kekse) und Zuhörer und Geschichtenerzähler für uns zu sein mit seinen 95 Jahren, das zeigt sich nur in ganz wenigen Momenten. Wieviel Kraft es sie kostet, uns mit leiser Stimme einen Witz zu erzählen, das treibt mir die Tränen in die Augen. Sie trägt ihre Perlenohrringe. Sie liegt seit Wochen auf dem Rücken im Bett, sich selbst umzudrehen schafft sie nicht mehr. Sollen wir morgen nochmal vorbeikommen? Nein, sagt er nach kurzem Nachdenken: Der Kraftaufwand heute reiche
WeiterlesenKnall
Mittwoch. Ein Knall, Rauch hinterm Schrank, das sehe ich noch, dann Dunkelheit. Überall. Panik: Der Laptop! Der angefangene Text … Ich taste mich durchs Haus und finde die Taschenlampe. Telefoniere mit Leuten, fotografiere die Sicherungen, schicke das Foto rum, bekomme Tipps, die nichts bringen. PM, längst in BN, gibt mir eine Notfallnummer. Wir kommen gegen 1.30 Uhr, sagt jemand. Na toll, es ist 23 Uhr. Ich warte. Aus irgendeinem Grund funktioniert das Licht im Bad. Und die Steckdose, um das Handy aufzuladen. Fein, es gibt immer ein Lichtlein am Ende des Tunnels. Ich hocke auf dem Wannenteppich, inzwischen ist es
WeiterlesenZuglektüre
Dienstag. Warte ich auf dem Bahnsteig und schaue einem abfahrenden Zug hinterher, und plötzlich entdecke ich durchs Fenster mein Buchcover. Das passiert nicht alle Tage: Ganz gechillt mit Brötchentüte und Wasserflasche liest da einer die Jungen Texte aus Eisenach. Sieht aus, als gefällt’s ihm.
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