Gute Freunde

Sonntag. Wenn 30 liebe Freunde aus Ost und West zusammenkommen und zwei Tage lang in guter Stimmung miteinander feiern, reden, lachen, gut essen & trinken, alte Zeiten durchgehen und sich mögen, weil sie in jahre- oder jahrzehntelanger Freundschaft miteinander verbunden sind, dann ist das genau die Geburtstagsfeier, die PM sich gewünscht hat. Die Überraschungen sind gelungen, die Wieder-ein-Jahr-älter-Melancholie überwunden, der letzte Gast – leider – abgereist. Das Haus ist wieder leer. Bin ein bisschen k.o. vom Essen einkaufen und Essen machen und versorgen und aufräumen und einräumen und durchwischen und verabschieden – k.o., aber sehr zufrieden. PMs Freundinnen und Freunde

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Knaller Bücher

Mittwoch. Ich habe sehr viele Bücher. Jedes Jahr, wenn ich für die Steuer die Belege sortiere, bekomme ich einen Schrecken und nehme mir vor, im nächsten Jahr weniger Bücher zu kaufen. Ich weiß jetzt schon, dass mir das nicht gelingen wird. An jedem meiner beiden Wohnorte gibt es diesen einen wunderschönen Buchladen, wo du stundenlang stöbern kannst, ohne dass dich einer nervt. Ich habe eine Schwäche für allerlei schräges Zeug. Auf die Weise finde ich solche Kleinode wie Superhits der Showa-Ära von Ryu Murakami (Septime Verlag Wien, 2024) Der Philosoph aus Japan versteht sich darin, die Sprache einer lost generation

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Wo gehen wir hin?

Dienstag. Während auf Greta Thunbergs Rettet-Gaza-„Flotte“ ein queerer, muslimischer Aktivist von Bord geworfen wird, weil andere muslimische Aktivisten, allen voran Gaza-Flottillenkoordinator Khaled Boujem, ihre „heilige Sache“ durch ihn bedroht sehen, gehen in Berlin 100.000 gehirngewaschene Leute „für Gaza“ auf die Straße. Also gegen Israel. Organisatorin ist Die Linke. Diese Partei hat mit der Gaza-Demo zwei katastrophale Fehler begangen, die sich gegenseitig verstärken: 1. für antisemitische und Hamas-nahe Organisationen sind Kritik und Widerstände aus dem Weg geräumt; 2. den schwankenden, noch latenten AntisemitInnen aus der politischen Mitte wird gezeigt, mit welcher Sprache und welchen Ausdrucksformen sie endlich ihren unbewussten (?) Judenhass artikulieren können.

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Von Versagern und Eliten

Montag. Seit einem Monat habe ich eine neue Lerngruppe. Charmant, superinteressiert, aufgeschlossen – und allesamt Schulabbrecher: Versager, Loser, Langzeitarbeitslose. Mit diesem Stempel auf der Stirn müssen sie leben. Auf dem Programm steht „Wiedereingliederung“ und später Hauptschulabschluss, bei einigen Realschulabschluss. Ich unterrichte sie in Deutsch. Und freue mich aufs kommende Jahr … … mit dieser Elitetruppe! Ausgerutscht auf einem oft unmenschlichen Schulsystem, das auf Selektion, nicht auf Förderung ausgelegt ist (ja, jetzt mal Klartext: Was ich in den letzten zwei Jahren hier an Repression und Verachtung und Diffamierung und Erniedrigung erlebt habe, ist kaum noch zu überbieten), im Selbstwertgefühl auf die

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Zufrieden

Sonntag, Tübingen. Einfach nur schön – Voller Rathaus-Saal, aufmerksames & interessiertes Publikum, viele inspirierte und inspirierende Nachfragen (Workshops etc.) und ein guter Buchverkauf – was will ich mehr? Danke Osiander und Michael Raffel vom Orga-Team des Tübinger Bucherfestes. Isch over und gut war’s!  

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Lesung Bücherfest

Samstag 13 Uhr Rathaus Tübingen: Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten   Deutschland, lass uns reden Bücherfest Stars, Debütanten, Lyriker, Prosaisten, Lokalmatadoren: Alles zum Bücherfest Ende September, das diesmal – und das ist etwas Neues einen politischen Akzent setzt. Der Vorverkauf ist eröffnet. (Von Peter Ertle) Nein, die Veranstaltung Ende September ist gewiss keine politische, sondern eine literarische Demonstration, und insgesamt lässt sich beim Blick aufs Programm auch eher sagen: Alles beim Alten – beim guten Alten, denn das Tübinger Bücherfest gehört sicher zum Besten des hiesigen Kulturangebots, mit schöner Verlässlichkeit alle zwei Jahre. Was sich auch

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Wahr, gut und nützlich

Dienstag. Keine Ahnung, wie andere zu ihrem Urteil kommen. Ich kannte Charlie Kirk vor seiner Ermordung gar nicht. Bei Bernie Sanders hört sich das alles sehr viel differenzierter an als in einigen hysteriegeschwängerten Berichterstattungen, die ich gefunden habe. Und da Bernie ein Linker ist, macht er sich wohl kaum verdächtig, Kirks Wirken aus einer „rechtsextremistischen“ Ecke heraus zu würdigen. Bemerkenswert auch H. Martensteins Artikel über die Niedertracht deutscher Medien in Bezug auf Kirk. Ich wundere mich zunehmend, dass Kirks kontroverse Ansichten immer als Erstes in die Waagschale geworfen werden, so nach dem Motto: Bedauerlich, ABER … Anständig fände ich es

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