Jetzt sind sie weg. Ja. Bist du traurig? Traurig … nicht. Vielleicht … Du bist traurig. Ja gut, ich bin traurig. Es ist doch schön, dass sie eine Weile dabei waren. Ja, doch. Was? Noch schöner wärs, wenn sie alle dabei gewesen wären. Ja. Klar. Wir wären zehn statt sieben gewesen. Wir hätten jeden Abend reservieren müssen. Zehn Plätze bekommt man nicht einfach so. Wir haben auch für sieben immer reserviert. Das stimmt. Das müssen wir nun nicht mehr. Schön, dass wenigstens zwei mit Anhang dabei waren. Zwei Kinder mit Anhang ist besser als kein Kind mit Anhang. Kein Kind
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Alter
Samstag, Diano Marina. Der Suizidversuch des 83-jährigen Wolfgang Grupp und sein öffentliches Bekenntnis zur Altersdepression schlägt Wellen. Die Angst, nutzlos zu sein, keinen Platz in der Gesellschaft zu haben … Und das sogar bei einem, der so viel erreicht hat … PM: Die Anhebung des Rentenalters könnte das Problem für manche Menschen lösen bzw. nach hintenraus verschieben. Seit der Pandemie dramatischer Anstieg depressiver Erkrankungen. Orientierungslosigkeit, Einsamkeit … Tatsächlich glaube ich auch an Arbeit. Arbeit gibt deinem Leben nicht nur Sinn, sondern Struktur. Klingt so einfach, ist es aber nicht. Erfordert nämlich sehr viel Disziplin. Bin in meinen Gedanken bei dem
WeiterlesenZum letzten Mal und Wiedersehen
Freitag, Diano Marina. Zum letzten Mal alle zusammen am Strand, alle zusammen Essen gehen, Bummeln durch die beleuchteten Straßen, am dunklen Hafen. Zum letzten Mal Gute Nacht sagen von Balkon zu Balkon. Morgen früh ist Abschied. E. hat mir eine Kette geschenkt. Die habe sie hier in einem Laden entdeckt und an mich denken müssen. Als sie das erzählt, kommen mir vor Freude die Tränen. Mein lieber T., die liebe E. und Baby Z. sind morgen bei ihren Eltern in Minerbe, und ab nächste Woche zurück in Tübingen. Wiedersehen in Sicht!
WeiterlesenBRIGITTE
Donnerstag, Diano Marina. Die aktuelle BRIGITTE No 16 vom 17.07.2025 bringt einen schönen Beitrag über Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten. Mist, hier in Italien gibt es keine BRIGITTE, oder nur alte Hefte. Muss mich mit dem PDF begnügen, das die Agentur mir geschickt hat. (Über den von der Redaktion verkürzten Namen bitte hinwegsehen).
WeiterlesenPodcast Junge Texte aus Eisenach
Heute 17 Uhr: WartburgRadio bringt unsere Lesung „Jungen Texte aus Eisenach“: https://www.wartburgradio.org/podcasts/
WeiterlesenSerkan, wo bist du?
Mittwoch, Diano Marina. STELP-Gründer Serkan Eren, dessen Innenansichten ich in Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten vorstellen durfte, ist seit Anfang Juni im Iran. Am 28. Juni wollte er ausreisen. Wie das Team von STELP mitteilt, hat das nicht geklappt. Die Organisation hat aktuell keinen Kontakt zu ihm. Verdammt, Serkan, wo steckst du? Was haben sie mit dir gemacht?
WeiterlesenSpurensuche
Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke. (Susan Sontag)
WeiterlesenS.G.
Dienstag, Diano Marina. Meine ehem. Tübinger Kollegin S. ist tot. Heute erreicht mich die schreckliche Nachricht. Sie war Sportkletterin, und sie ist in den Schweizer Alpen abgestürzt. 100 tief, was muss das für ein krasser Steilfelsen gewesen sein! Angeblich war ihr Mann dabei. (Was in ihm vorgegangen ist, was in ihm vorgeht seitdem, das mag man sich gar nicht ausmalen.) Ganz, ganz furchtbar. Ich mochte sie sehr, es ist einfach unvorstellbar, dass sie nicht mehr lebt. Vor einem Monat erst hat sie das Crowdfunding zugunsten der „Jungen Texte aus Eisenach“ mit einer sehr großzügigen Spende unterstützt. Darauf hatten wir uns
WeiterlesenSchönes Ligurien
Montag, Diano Marina. Wenn du dich an Tage erinnerst, an denen du glücklich warst, und du fühlst die heiße Welle deinen Körper noch in der Einnerung durchströmen, dann sind das oft solche Tage gewesen, die nichts Besonderes waren. Jedenfalls an jenen Tagen selbst hast du nicht gedacht, oh Mann!, was bin ich heute happy, und du hast kein Gefühl von Herausgehobenheit verspürt. Es waren normale Tage, im Rückblick sehnst du dich vielleicht nach diesen normalen oder sogar glücklichen Tagen. Hier ist es anders. Ich merke es jeden einzelnen Augenblick: Das ist ein glücklicher Tag, und bei ganz viel Glück wird
WeiterlesenWas mir nachgeht
Freitag. Ein Stadtrat erzählt gestern auf der Absolventenfeier, dass auch er wie die Ziola-AbsolventInnen Schulabbrecher war: kein Geld, keine Arbeit, keine Aussichten. Keine Würde. Selbstgefühl im Keller. Hat sich langsam hochgearbeitet, Abschlüsse nachgemacht, zuletzt das Abitur. Arbeitsstelle, geregeltes Einkommen sind für ihn immer noch keine Selbstverständlichkeit, er erzählt es unter Tränen. Schulscheitern: Mit 10 % Abbrecherquote liegt Thüringen bundeweit an der Spitze. Wie kommt dieser traurige Rekord? Für einen Satz bin ich ihm dankbar: „Wenn es an den Regelschulen anders zugehen würde, bräuchte man Einrichtungen wie die Ziola GmbH nicht. Aber wie gut, dass es sie gibt.“ Wie wahr. Und
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