Unterwerfung

Mittwoch. Siehe „Die Unterwerfung“ von Michel Houellebecq. Besser kann man’s nicht darstellen, was in der französischen und genauso in unserer und in vielen anderen europäischen Gesellschaften passiert. Die Unterwerfung geschieht sanft, weil die Unterworfenen willig genug sind. Nur das Ergebnis – das schockiert sie dann doch! Ali Ertan Toprak: Bereits 2006 hatte ich als Mitglied der Deutschen Islam Konferenz öffentlich gesagt, dass der „legalistische Islamismus“ mittelfristig die viel größere Gefahr für uns westliche Gesellschaften darstellen wird. Erst 2018 hatte dann der Verfassungsschutz NRW diese Feststellung im Verfassungsschutzbericht aufgenommen. Der Westen hat zu lange weggeschaut. Zeit zum Handeln. DIE WELT, 25.11.2025:

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Tolle Erfahrung

Montag. Wenn wir da heute so einen Dreh miterleben dürfen und interviewt werden zu unserer gemeinsamen Arbeit in der Schreibwerkstatt und zu den Jungen Texten aus Eisenach, dann bin ich schon stolz. Wer hätte das denn vor zwei Jahren gedacht, als ich hier mit Deutschunterricht angefangen habe und die Idee hatte, aus all den wunderbaren Texten meiner Schülerinnen und Schüler ein Buch zu machen, dass sich mal der MDR dafür interessieren würde? Ich bin gespannt auf den Beitrag. Aus zweieinhalb Stunden Dreharbeit auf der Probebühne des Eisenacher Landestheaters soll ein Drei-Minuten-Beitrag werden. Der wird nächste Woche gesendet. Und wir sind

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Sonntagsfeeling

Sonntag. Ein schöner Abend mit lieben Gästen. Kaum wahrnehmbare Spannungen lassen es manchmal knistern, aber das gehört dazu. Jedenfalls kam keine Langeweile auf. Heute scheint die Sonne bei klirrender Kälte. Ideales Wetter zum Spazierengehen. Morgen kommt der MDR und macht einen Beitrag über meine Arbeit mit Jugendlichen in Eisenach. Es passiert immer was, das ist das Gute.

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Hark Bohm ist tot

Wie traurig. Und wie wunderbar die vielen Spuren, die er hinterlässt. Intensivspuren. Der 86-Jährige hat sie im Laufe seines hyperkreativen Lebens der Kulturwelt und uns in die Herzen geschrieben. Mit Nordsee ist Mordsee fing meine damals noch kindliche Begeisterung für Bohm an. und sie hielt sich über 50 Jahre: Amrum, sein letzter und, ich glaube, dritter Film mit Fatih Akin, begeistert mich wieder auf eine ganz andere, stillere Art. Wie wunderbar, dass der Filmemacher bis zum Schluss gearbeitet und das in Cannes gefeierte, letzte Gemeinschaftswerk noch erleben durfte. In seinem ersten Film Nordsee ist Mordsee übernahmen Stiefsohn Dschingis und der leider viel

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So

Sonntag, Tübingen. Ruhe, Heimat, Frieden. In den Schreibpausen räume ich Schränke aus und befreie mich von Sachen. Und treffe mich mit Tübinger FreundInnen: Donnerstag Stadtbummel und News mit A., am Abend ist Schreibwerkstatt bei mir zuhause. Wir haben ein neues Mitglied, das uns nach erstem Kennenlernen höchst willkommen ist: Neue Sichtweisen, neue Inputs – immer gut. Am Freitag, nach meiner Lesung im „Hirsch“, Klatsch & Kaffee mit Merkles, abends nahtlos weiter mit Mecki. Gestern, nach langer Zeit, schönes Treffen mit Bärbel. Heute Nachmittag kommt Marcel zum Rhabarberkuchen. Und heute Abend mein lieber T. Es ist warm, ich muss nicht heizen. 

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Was ist ein Terrorist?

Samstag, Tübingen. „Da haben die USA zusammen mit den Weltstars der europäischen Demokratie die halbe arabische Welt in Schutt & Asche gelegt. Sie haben 25 Jahre gebraucht, 8 Billionen Dollar verbrannt, 4,5 Mio. Tote erzeugt und 38 Mio. Vertriebene. Und den Irak, Afghanistan, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia überrannt, um in einer als „Krieg gegen den Terror“ vermarkteten Serie von Völkerrechtsbrüchen den „Terror“ aus den Genannten heraus- und eine verkommene Abart von „Demokratie“ in sie hineinzubomben. Und das alles nur, um heute einem vorsintflutlichen Kopfabschneider mit Bart, Anzug und Mohammed-Erscheinung den Hof zu machen? Das ist, als führte Asterix einen

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Heute im Hirsch

Freitag, Tübingen. Um 15 Uhr lese ich in der Begegnungsstätte Hirsch aus meinem Buch Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten. Das Buch kann vor Ort erworben werden – mit wunderschönster, allerpersönlichster Widmung der Autorin. Aber gerne doch! Lesung: C. Juliane Vieregge: Was wirklich zählt. 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten.

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Schreibwerkstatt Eisenach?

Wenn sie (acht Mädchen, ein Junge) ihre Texte vorlesen und dann schweigen und warten, und plötzlich klatschen die anderen vor Begeisterung. Wenn sie sich freuen, dass sie verstanden werden. Wenn sie ihre Gefühle einfach runterschreiben, und keiner lacht keinen aus. Wenn nach einem Lob ihr Lächeln zum Stahlen wird. Wenn sie schon zehn Minuten vorher vor der Tür stehen. Wenn sie fragen: Wann treffen wir uns nächstes Mal?

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Bummeln in Weimar

Freitag. Frieder hat Lammlachs und Rosmarinkartoffeln gemacht, dazu Zaziki und Gemüse. Nach dem Essen bummeln wir durch Weimar. Katrin und ich beschließen, demnächst nochmal alleine loszuziehen, mit mehr Ruhe und weniger männlichem Reingequatsche.

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Wer regiert uns?

Dienstag. Der russische Außenminister Lawrow bietet einen Nichtangriffspakt zwischen Russland und NATO-Staaten an, und die Bundesregierung lehnt ab. Begründung: Man sehe „keinen Anlass, über neue Sicherheitsgarantien oder Nichtangriffsabkommen zu sprechen“, solange Russland seine Truppen nicht abziehe. Ernsthaft jetzt? Offenbar will man keine Deeskalation. Man will Aufrüstung, Angst, die nächste Eskalationsstufe, Anti-Russland-Propaganda und Kriegstreiberei. Wie glaubwürdig ist eine Regierung, die nach dem Angebot eines Nichtangriffspakts den Bürgern weiterhin einredet, sie müssten sich „auf einen russischen Angriff vorbereiten“ — als stehe der böse Russe kurz davor, die dt. Grenze zu überrollen? Ich erkenne bei der Bundesregierung keine Friedensbemühungen. Im Gegenteil. Die Regierung

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