Mittwoch. Einige JungautorInnen aus unserem Buch Junge Texte aus Eisenach sind inzwischen für Veranstaltungen gebucht worden. Ein toller Erfolg! Ihre Texte, fast alle in unserem Deutschunterricht entstanden, verschaffen auch den zahlreichen, am Projekt beteiligten Jugendlichen mit Migrationshintergrund endlich eine Stimme. Endlich werden sie gehört. Endlich dürfen sie Teil eines kulturellen Projekts sein, das weit über Eisenach hinaus wirkt. Ihre z.T. harten, auch spannenden, auf jeden Fall interessanten Biografien wären es jede einzelne wert, ein eigenes Buch oder einen eigenen Artikel daraus zu machen. Da ist S., die nie eine Schule besuchen durfte, der eine dreijährige Flucht mit Mann und Kindern aus
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Never Ending Story
Etwas lang, aber die Geschichte ist ja auch lang. Für alle, die’s wirklich wissen wollen, auf den Punkt gebracht:
WeiterlesenCooler Termin – Buchmesse
Montag, Eisenach. Am 19. Oktober darf ich auf der Frankfurter Buchmesse lesen und mein Buch Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten vorstellen – Freude! Foto: PM Baier
WeiterlesenBaby Z.
Samstag, Tübingen. Wenn ich, vom Spielplatz zurück, mit Baby Z. Pfannkuchen backe, redet sie mit mir Deutsch. Kommt ihre Mama dazu, spricht sie Italienisch. Was heißt Kuchen auf Italienisch, frage ich, und sie: Torta. Ist sie außergewöhnlich klug, oder denke ich das nur? Wir haben dem Steiff-Reh einen Verband gemacht und es ins Bett gelegt. Nach dem Spielplatz war da plötzlich nur noch ein Auge. Baby Z. hat sehr geweint. Das Pflastern und Verbinden und die Pfannkuchen konnten sie wieder beruhigen. Sie fährt gerne Bus, aber wir müssen ganz hinten sitzen & sie am Fenster. Sie nimmt es genau. Ein
WeiterlesenNice!
Dienstag, Tübingen. Heute in der Thüringer Allgemeine Freue und bedanke mich!
WeiterlesenHeute Lesung Strohländle – Open Air Festival
Heute Abend auf dem Strohländle Open Air Festival Lesung aus „Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten“ – ich freue mich schon auf Dich und euch!
WeiterlesenTreffen am Sonntag
Sonntag, Tübingen. Nachher treffe ich mich mit Joachim Zelter zum Kaffee. Ich schätze seine Bücher wegen ihres nüchternen Stils in Kombination mit kafkaesker Abgründigkeit. In den nächsten Tagen erscheint sein neuestes Werk Hoch oben mit viel Bezug zu Tübingen;-) Die AutorInnen einer Stadt sollten zusammenhalten, finde ich. Einmal, vor vielen Jahren war das, habe ich eine Autorengruppe in Tübingen zusammengetrommelt. Ein paar Meetings, die hielten, was ich mir davon versprochen hatte, und schon wars auch wieder vorbei. Gescheitert an einer Person, die unsere Sitzungen sprengte und die wir alle nicht mochten, aber unsere Treffen waren öffentlich in Restaurants oder Cafés.
WeiterlesenMenschenrechte
Mittwoch. Die US-Regierung attestiert Deutschland eine Verschlechterung bei der Menschenrechtslage. Konkret benennt der jährlich erscheinende Country Reports on Human Rights Practices aus dem US-Außenministerium: Einschränkung der Meinungsfreiheit, durch Antisemitismus motivierte Gewaltttaten, Gefährdung der Demokratie. Wow! Das ist heftig. Wo wir Deutschen uns so viel einbilden auf unsere Tradition der Aufklärung und der Menschenrechte. Gerade gestern einen tollen Film zu dem Thema gesehen: Das Unwort. Tut ein bisschen weh, doch aus der Praxis kann ich Handlung und Darstellung vollumfänglich bestätigen. Nur das versöhnliche Ende ist wohl eher dem Wohlfühlgefühl des Publikums geschuldet. Die SchauspielerInnen allesamt 1. Reihe: Iris Berben, Ursina Lardi,
WeiterlesenGuten Morgen
Montag. Was bringt der Tag heute? Aus dem Fenster meines Arbeitszimmers fällt mein Blick auf das sonnenüberflutete, mintfarbene Dach der Wartburg unter einem zartblauem Himmel. Zu ihren Füßen zwischen alten, hohen Bäumen in allerschönsten Grüntönen die roten Ziegeldächer behäbiger Villen, ihren Platz behauptend, als könnte nichts und niemand ihre Zuversicht erschüttern. Ein Ewigkeitsbild. Nur ein Moment, und absorbiert von seiner Momenthaftigkeit, freue ich mich plötzlich auf so vieles: Meine Kinder sind, soviel ich weiß, gesund. PM ist frühs losgefahren und gut in B.N. angekommen. Nächste Woche lese ich auf dem Strohländle Open Air Festival aus meinem neuen Buch. Zwei Organisationen habe
WeiterlesenKriegslogik
Freitag, Bad Neuenahr. Was ist besser daran, ein Land militärisch aufzurüsten, das trotz Beteiligung der USA und mehrerer europäischer Staaten nicht die geringste Chance hat, den Krieg zu gewinnen, als ein Land, dessen Existenzrecht von seinen Nachbarländern schlichtweg bestritten wird? Die Aufrüstung der Ukraine, bei gleichzeitiger immenser finanzieller und humanitärer Unterstützung der 1,3 Mio in Deutschland lebenden UkrainerInnen (und niemand fragt hier nach der Wehrpflicht derselben!), scheint angesichts der Stagnation des Krieges ein Fass ohne Boden. Kanzler Merz‘ Einschränkung von Waffenexporten an Israel steht die Tatsache entgegen, dass Deutschland seinerseits von Israel kriegsrelevante Technologien importiert (Raketenabwehrsysteme und geheimdienstliche Informationen), sicherheitspolitisch
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